ADAC-Stauprognose: Das drohende Mega-Stau-Wochenende
Der Hauptgrund für das absehbare Chaos ist der klassische Urlauberwechsel. Während in den meisten Bundesländern die Herbstferien enden und die Heimreisewelle rollt, steht Bayern erst am Startpunkt der schulpflichtigen Auszeit. Die Folge: Die Fernstraßen werden in beide Richtungen extrem belastet. Bereits am Freitagnachmittag wird es vor allem im Süden eng, wenn sich der reguläre Pendlerverkehr mit den ersten Reisewellen mischt. Auch der Samstagvormittag verspricht wenig Entspannung – besonders auf den Routen Richtung Alpen, Seen und Küsten.
Feiertage und Baustellen-Boom
Zusätzlich ausgebremst wird der Verkehr durch den Kalender. Mit dem Reformationstag am Samstag (31. Oktober) und Allerheiligen am Sonntag (1. November) stehen regionale Feiertage an, die für zusätzlichen Ausflugsverkehr sorgen. Doch das eigentliche Nadelöhr ist hausgemacht: Rund 1.100 Baustellen blockieren derzeit die deutschen Autobahnen und wirken wie künstliche Bremsen auf den Hauptverkehrsadern.
Wer den Staus nach Süden entfliehen will, strandet spätestens in den Nachbarländern. In Österreich sind die klassischen Transitrouten wie die Tauern- (A10) und Inntalautobahn (A12) dicht. Ein besonderer Härtefall ist die A13: Wegen der Sanierung der Lueg-Brücke zwischen Innsbruck und dem Brenner müssen Autofahrer hier mit massiven Behinderungen rechnen. Auch die Schweiz bleibt nicht verschont – auf der A1 zwischen Bern und Zürich sowie auf der Gotthardroute (A2) ist Stop-and-Go vorprogrammiert.
Herbstblues im Berufsverkehr
Ein Blick auf die folgende Woche verheißt ebenfalls wenig Gutes. Mit den sinkenden Temperaturen und dem typisch ungemütlichen Herbstwetter steigen viele Berufstätige vom Fahrrad oder dem ÖPNV wieder aufs eigene Auto um. Die logische Konsequenz: Der alltägliche Berufsverkehr in den Ballungsräumen wird sich spürbar verschärfen. Die Staumelder dürften in den kommenden Tagen im Dauereinsatz sein. (aum)
Veröffentlicht am 26.10.2026

