2026-03-26 15:43:00 Automobile

Angebot und Nachfrage bestimmen auch die Spritpreise

Carzoom.de
Fotos: ADAC/Martin Hangen via Autoren-Union Mobilität

Der Krieg gegen den Iran hat die Spritpreise in die Höhe getrieben, besonders Diesel ist extrem teuer. Das wird so schnell nicht ändern, denn die Preise bilden sich durch einen weltweiten Mechanismus von Angebot und Nachfrage. Da spielt es auch kaum eine Rolle, dass Deutschland nur einen geringen Teil seiner Rohölimporte aus der Krisenregion bezieht.

Was derzeit auf dem Weltmarkt passiert, erklärt Thomas Puls, Wirtschaftsexperte für Verkehr und Infrastruktur beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln: „Als vor vier Jahren der russische Angriff auf die Ukraine begann und damit Russland als Ölimporteur für Europa ausfiel, kauften die Europäer Rohöl aus anderen Regionen, was prompt den Weltmarktpreis in die Höhe trieb. Mit dem jüngsten Angriff Israels und der USA auf den Iran fällt sowohl dieses Land, als auch weitere Ölförderländer in Nahost als Hauptlieferanten für China, Indien, Japan, Südkorea und andere asiatische Staaten aus. Nun kaufen diese Länder überall dort Rohöl ein, wo sie welches bekommen können. Das heißt, dass jetzt das Angebot die Nachfrage übersteigt – das treibt den Preis in die Höhe. Und zwar weltweit.“


Veröffentlicht am 26.03.2026

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