Automobilindustrie begrüßt Signale für die Erneuerbaren
VDA-Präsidentin Hildegard Müller begrüßte insgesamt die Einigung. Um die Transformation des Verkehrssektors erfolgreich zu gestalten, brauche es frühzeitig klare und verlässliche Investitionssignale für erneuerbare Energieträger. Das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote schaffe dafür erste Anreize und sei ein Schritt in die richtige Richtung. „Insgesamt hätte der von der THG-Quote ausgehende Impuls aber deutlicher ausfallen müssen“, meint Hildegard Müller.
Positiv bewertet der VDA den stärkeren Anstieg der Unterquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (Wasserstoff, E-Fuels), die bis 2040 auf zehn Prozent ansteigen soll und mit 1,5 Prozent in 2030 bereits frühzeitig Signale setzt. Dieser frühzeitigere Hochlauf bis 2030 setzt – so der Verband – wichtige Impulse für Investitionen in strombasierte Kraftstoffe. Begrüßt wird außerdem, dass die Obergrenze für konventionelle Biokraftstoffe schrittweise auf bis zu 5,8 Prozent angehoben und damit der durch die Erneuerbare-Energien-Richtlinie vorgesehene Spielraum vollständig genutzt wird.
Die Erhöhung der Quote auf 65 Prozent im Jahr 2040 gegenüber den bislang vorgesehenen 59 Prozent sieht der Verband als einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, weil er zusätzliche Investitionsimpulse für klimafreundliche Energieträger im Verkehrssektor setzen kann. Doch sei der Quotenpfad allein nicht ausreichend, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. (aum)
Veröffentlicht am 23.04.2026
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