AvD begrüßt einheitliche Regelung für automatisiertes Fahren
Für die Autohersteller bedeutet dies umfangreiche Simulationen, Praxistests, Cybersecurity-Konzepte, sichere Software-Updates sowie eine kontinuierliche Überwachung der Fahrzeuge auch nach der Zulassung. Ziel der neuen Vorgaben ist es, weltweit einheitliche Sicherheitsstandards zu schaffen und die Einführung automatisierter Fahrzeuge verlässlicher zu gestalten.
Einheitliche internationale Zulassungsstandards stärkten das Vertrauen der Verbraucher und schaffen mehr Transparenz darüber, welche Sicherheitsanforderungen autonome Fahrzeuge tatsächlich erfüllen müssen, begrüßt der AvD die Regelung. Entscheidend bleibe jedoch, dass Sicherheit jederzeit Vorrang vor Geschwindigkeit bei der Einführung neuer Technologien habe. Gerade bei automatisierten Fahrzeugen der Stufe 3 müsse eindeutig klar sein, wann der Fahrer verantwortlich ist und wann das System die Kontrolle übernehmen. Missverständnisse können im Straßenverkehr erhebliche Risiken verursachen, warnt der AvD.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Aufmerksamkeit am Steuer. Automatisierte Systeme dürften den Menschen nicht dazu verleiten, sich dauerhaft vom Verkehrsgeschehen abzuwenden. Solange Fahrzeuge nicht vollständig autonom unterwegs sind, bleibe der Fahrer Teil des Sicherheitssystems und müsse jederzeit in der Lage sein, Verantwortung zu übernehmen, betont der Automobilclub. Der AvD warnt hier vor blindem Vertrauen auf die Systeme oder einer nur geteilten Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, da dies zu den häufigsten Unfallursachen zählt. Gleichwohl könnten moderne Assistenzsysteme auf langen oder monotonen Fahrten entlastend wirken und die Sicherheit erhöhen. (aum)
Veröffentlicht am 10.07.2026

