Behutsam in die Saison starten
So empfiehlt das IfZ, die erste Ausfahrt am besten allein, ohne Sozius und ohne weitere Begleitung zu unternehmen. Die Mitnahme eines Beifahrers kann den Fokus verschieben und von elementaren Dingen ablenken, die auf dem Motorrad erst wieder verinnerlicht werden sollten. Eine Ausfahrt mit Freunden kann gerade zu Saisonbeginn ebenfalls falsche Akzente setzen, wenn die Gruppe dazu verleitet, um jeden Preis „dranbleiben“ zu wollen. „Gelassen bleiben ist hier das Zauberwort. Jedem muss klar sein, dass Eigenverantwortung und die Sicherheit anderer an erster Stelle stehen“, betont das Essener Institut noch einmal.
Wer in der Gruppe fährt, sollte vorher Absprachen treffen: wie gefahren wird, welche Verständigungszeichen verwendet werden und was passiert, wenn ein Mitfahrer etwa wegen einer roten Ampel den Anschluss verliert. Die einfachste Regel lautet: Es geht immer geradeaus. Erst wenn eine Abzweigung genommen wird, hält die Gruppe an, um auf Nachzügler zu warten. So kann jeder bei Bedarf sein eigenes Tempo fahren und sich einem möglichen Gruppenzwang entziehen.
Klassisch in der Motorradgruppe ist das versetzte Fahren. Die Fahrer reihen sich abwechselnd links und rechts innerhalb der Fahrspur ein. Das dient nicht der Verringerung des Sicherheitsabstands zum vorausfahrenden Motorrad, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, sondern soll vor allem jedem Gruppenmitglied eine bessere Sicht nach vorn und mehr Platz für eventuelle Brems- und Ausweichmanöver ermöglichen. Merke: Auch beim versetzten Fahren gilt der von der Straßenverkehrsordnung geforderte Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden. (aum)
Veröffentlicht am 23.03.2026
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