2026-05-22 15:29:00 Automobile

Der 2CV kehrt zurück – als E-Mobil

Carzoom.de
Fotos: Autoren-Union Mobilität/Playmobil

Fiat macht es mit dem kleinen 500, Renault auch mit dem R5, R4 und Twingo, und nun startet auch Citroën in die Welt des Retrodesigns und belebt den legendären 2CV neu. „Der 2 CV kommt zurück“, begrüßte Citroën-Chef Xavier Chardon das alte, neue Modell und zeigte ein kurzes Video mit der Neuauflage der „Ente“, wie der Kleinwagen in Deutschland genannt wurde. Allerdings ist auf dem Clip die Silhouette des Modells nur schemenhaft zu erkennen.

„Es tut mir wirklich leid“, so ein grinsender Chardon vor der französischen Presse, „aber wie haben das Fahrzeug in einem Tunnel fotografiert. Wenn Sie es im Scheinwerferlicht sehen wollen, sind Sie herzlich eingeladen, im Oktober zur Mondial de l’Auto in Paris zu kommen.“ In Paris wird Citroën den offiziell noch als Konzept getarnten Nachfolger des 2 CV am 7. Oktober erstmals zeigen, der wie sein Vorgänger im Jahr 1948 wahrscheinlich einer der Mittelpunkte der Messe sein wird.

Mit der Ankündigung des Modells vollzieht die Marke eine Kehrtwende, denn der Vorgänger von Chardon, Thierry Koskas, hatte im vergangenen Jahr im Interview mit dem Auto-Medienportal dem Trend zum Retrodesign eine deutliche Absage erteilt: „Die Idee hinter dem 2CV als preiswertes Einstiegsmodell, das Kunden Mobilität bei geringeren Kosten ermöglicht, existiert im Hintergrund noch immer unverändert bei Citroën. Wir haben bereits beim aktuellen C3 mit diesem Konzept begonnen. Offen gesagt, bin ich kein großer Freund des Retrodesigns, weil ich auch bei unserem Design lieber mit neuen Ideen lieber nach vorne gehen möchte. Doch der Geist, den der 2CV verkörpert, gehört unverändert zur DNA meiner Marke.“
Nun also doch eine Rückbesinnung auf die Tradition, und dabei wird auch der Blick auf Renault geholfen haben, wo die elektrischen Retromodelle sich sehr erfolgreich auf dem Markt der Elektromodelle schlagen. Die Neuauflage des Kleinwagens wird die neue E-Car-Plattform von Stellantius nutzen und zu einem Preis von weniger als 15.000 Euro auf den Markt kommen. Später werden auch die anderen Stellantis-Marken diese Basis nutzen.

Bei der Entwicklung nutzt der Konzern ein für Stellantis vollkommen neues Konzept, das Renault bereits für den elektrischen Twingo eingesetzt hat. Die elektrische Architektur wird dabei in China entwickelt, die Produktion ist vom Jahr 2028 im italienischen Werk Pomigliano d‘Arco geplant, wo aktuell der Fiat Panda gefertigt wird. Später ist in der Fabrik in der Nähe von Neapel auch die Produktion des E-Car von Fiat geplant. Trotz der Partnerschaft mit den chinesischen Partnern Leapmotor und Dongfeng soll der elektrische 2CV gerade gegen die preiswerten Mitbewerber aus China antreten.
Angesichts des niedrigen Einstiegspreises soll der elektrische 2CV, verspricht Chardon, „ein vollwertiges moderne Fahrzeug werden und die Elektromobilität demokratisieren.“ Mit der Neuauflage verspricht sich Citroën einen ähnlichen Erfolg wie Renault mit seinen Retromodellen und bleibt dem Konzept des Ur-2CV treu. Es wird also im Gegensatz zu den Retromodellen der Mitbewerber kein Überangebot an Bildschirmen oder technische Gadgets geben, berichten französische Zeitungen. Vielmehr soll das neue Modell, so Chardon, „ein Fahrzeug für das echte Leben“ sein und damit die Tradition des 1948 in Paris vorgestellten 2CV auf einer modernen Plattform fortsetzen.

In der neuen Stellantis-Hierarchie übernimmt Citroën zusammen mit Opel die Rolle einer „regionalen Marke“, während Peugeot, Jeep, Fiat und Ram für die globalen Märkte vorgesehen sind. (aum)

Veröffentlicht am 22.05.2026

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