Der AvD fordert weitere Entlastung der Autofahrer
Die Durchschnittspreise stiegen laut der Webseite „Tankerkönig“ am Mittag des 1. Juli auf 2,04 Euro für Diesel, 2,14 Euro für Superbenzin sowie 2,09 Euro für Super E10. Damit ist genau das eingetreten, was der AvD und viele andere Marktbeobachter befürchteten. Wie das Münchner ifo-Institut festgestellt hat, wurde die temporäre Absenkung der gesetzlichen Abgaben auf Kraftstoffe weitgehend, aber eben nicht ganz, an Verbraucher weitergegeben.
Das Statistische Bundesamt hat außerdem mitgeteilt, dass der Rabatt auf die Kraftstoffe im Juni inflationsdämpfend gewirkt hat. Der Preisdruck nimmt nach dessen Auslaufen insgesamt wieder zu.
Krisengewinne dürfen aus Sicht des AvD nicht den Preis bestimmen. Eine Übergewinnsteuer könnte für Entlastungen sorgen, deren Einnahmen dann aber an die Autofahrer zurückfließen müssten. Bereits in der Diskussion ist auch ein Preisdeckel, mit dem Nachbarländer gute Erfahrungen gemacht haben. Mit Blick auf die Alltagsmobilität vieler Menschen seien gezielte Entlastungen für Berufspendler und Bewohner ländlicher Regionen notwendig. Mobilität müsse bezahlbar bleiben, so Clubpräsident Lutz Leif Linden. Finanziert werden könne das mit den Einnahmen aus der Energiesteuer und der CO2-Steuer, so der Automobilclub. Das Kartellamt habe zudem mit seinen neuen gesetzlichen Befugnissen verbesserte Möglichkeiten, den Kraftstoffmarkt zu kontrollieren. (aum)
Veröffentlicht am 03.07.2026

