Der vergessene Blinker als gefährliche Unfallursache
Anders als beim Personenwagen schaltet sich der Blinker bei vielen Motorrädern nach einem Abbiegevorgang nicht automatisch ab. Das Vergessen ihn auszuschalten ist überaus häufig im Straßenverkehr zu beobachten. Wer es vergisst, signalisiert möglicherweise über eine längere Fahrtstrecke eine Fahrtrichtungsänderung, die aber ausbleibt. Besonders an Kreuzungen und Einmündungen kann das kritisch werden, wenn andere Verkehrsteilnehmer ihre Entscheidungen auf dieses Signal stützen, sagt das Institut für Zweiradsicherheit (IfZ).
Einige Motorräder verfügen bereits über eine automatische Blinkerrückstellung, bei den neueren Modellen ist der Trend gesetzt. Auch zum Nachrüsten gibt es entsprechende Systeme. Sehr hilfreich sind auch akustische Signale, die auf das noch aktive Blinksignal aufmerksam machen.
Solche vermeintlichen Kleinigkeiten können im Fahralltag eine spürbare Entlastung darstellen. Sie nehmen den Fahrern eine wiederkehrende Aufgabe ab oder erinnern daran und können so dazu beitragen, gefährliche Fehlinterpretationen durch unbeabsichtigt eingeschaltete Blinker zu vermeiden.
Die automatische Blinkerrückstellung am Motorrad ist damit nach Ansicht des IfZ weit mehr als ein Komfortmerkmal, sie ist ein echter Fortschritt in Sachen Verkehrssicherheit. (aum)
Veröffentlicht am 06.11.2026

