Deutschland und Frankreich wollen sich in der EU für eine Abkehr vom sogenannten Verbrenner-Aus starkmachen. Der aktuelle Plan sieht vor, dass die Autoindustrie die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge bis 2035 um 90 Prozent gegenüber 2021 senkt. Die restlichen zehn Prozent sollen nach einem Zugeständnis Brüssels durch klimaneutral produzierten Stahl sowie alternative Kraftstoffe ausgeglichen werden können. Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen noch weitergehen. Sie sprachen sich nun dafür aus, die restlichen zehn Prozent nicht so strikt auszulegen. Demnach sollen Benzin- und Diesel-Pkw ohne Ausgleich weiterhin zugelassen werden, solange die Hersteller ihre Flottengrenzwerte trotzdem einhalten. Andere EU-Länder müssten sich nun dieser Position anschließen, um sie letztendlich durchzusetzen. (aum)