2026-10-16 15:16:00 Automobile

Die Fahrweise der Jahreszeit anpassen

Carzoom.de
Fotos: KI-generiert/AvD via Autoren-Union Mobilität

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren auf die Winterzeit umgestellt. Nicht erst ab diesem Zeitpunkt haben sich die Lichtverhältnisse und Wetterbedingungen auf der Straße geändert. Autofahrer müssen sich an früher einsetzende Dunkelheit, Nässe und Kälte anpassen, warnt der Automobilclub von Deutschland (AvD).

Durch Regen, Laub oder Matsch werden die Straßen deutlich rutschiger. Umso wichtiger sind gute Reifen. Bremswege verlängern sich auf nassen Fahrbahnen deutlich. Kann man bei trockener Fahrbahn seinen Wagen mit einer Vollbremsung aus 50 km/h nach etwa elf Metern zum Stehen bringen, sind es bei feuchter Straße schnell 20 Meter. Kommen Laub oder feuchte Erde dazu, verlängert sich der Weg noch weiter. Zwar können Autofahrer auf Systeme wie ABS und ESP zurückgreifen, jedoch sind diese Systeme kein Garant für sicheres Fahren. Der AvD rät daher, stets mit reduziertem Tempo und größerem Abstand unterwegs zu sein. Wer mit seinem Auto trotz aller Vorsicht ins Schlingern oder Rutschen gerät, sollte den Fuß vom Gaspedal nehmen, auskuppeln sowie vorsichtig gegenlenken und bremsen.

Der Zustand der Reifen sollte jetzt im Herbst und vor dem nahenden Winter geprüft werden. Nach der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) sind bei winterlichen Straßenverhältnissen Reifen vorgeschrieben, die das Alpine-Symbol tragen. Das können sowohl Winterreifen als auch Ganzjahresreifen sein. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern ist bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht ausreichend, um das Auto sicher zu führen, sind sich Experten einig. Mit einer 1-Euro-Münze kann man selbst die Profiltiefe der aufgezogenen Pneus abschätzen. Verschwindet der drei Millimeter breite Goldrand vollständig in einer Rille der Lauffläche in der Mitte des Reifens, ist die Mindestvorgabe noch eingehalten. Im Ausland sind allerdings in einigen Ländern im Winter mindestens vier Millimeter Profil vorgeschrieben. Der AvD empfiehlt aus Gründen der Verkehrssicherheit deshalb, im Herbst und Winter mit Reifen oberhalb der Mindestgrenzen unterwegs zu sein.

Dunkelheit, Regenschauer, diesiges Wetter und Nebel beeinträchtigen die Sicht beim Fahren. Es besteht erhöhte Unfallgefahr. Umso wichtiger ist eine funktionierende Lichtanlage. Abblendlicht ist bei Dämmerung, Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es erfordern, einzuschalten. Wer ein Fahrzeug mit Lichtautomatik fährt, sollte darauf achten, dass Scheinwerfer und Heckleuchten bei abnehmender Sicht tatsächlich in Betrieb gehen. Die Lichtsensoren reagieren nicht immer sofort auf Eintrübungen durch Nebel, schlechtes Wetter oder zunehmende Dämmerung.

Einige Beleuchtungseinrichtungen am Auto dürfen nur unter bestimmten Wetterbedingungen benutzt werden. Dazu gehören die Nebelscheinwerfer. Sie dürfen erst bei erheblicher Sichtverschlechterung durch Nebel, Schneefall oder Regen eingeschaltet werden. Abblendlicht muss in solchen Situationen immer gleichzeitig aktiviert sein. Die Nebelschlussleuchte darf nur dann benutzt werden, wenn durch Nebel die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt. Wer mit Fernlicht fährt, darf dieses nur außerhalb von ausreichend beleuchteten Straßen verwenden. Abblenden muss man immer dann, wenn ein Fahrzeug entgegenkommt oder mit geringem Abstand vorausfährt sowie wenn es die Sicherheit des Verkehrs auf oder neben der Straße erfordert.

Der AvD rät, die Lichtanlage in einer Fachwerkstatt überprüfen zu lassen. Besonders der Check von Hightech-Systemen gehört in die Hände von Profis. Ansonsten sollte auf jeden Fall selbst geprüft werden, ob alle Lampen und Leuchten funktionieren und die Scheinwerfer exakt eingestellt sind. Manche Werkstätten bieten in diesen Wochen auch extra und meist kostenlose Lichttests an. (aum)


Veröffentlicht am 16.10.2026

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