Die Gray Ghost glänzt wie Chrom
Der spezielle Lackierungseffekt entsteht mittels PVD-Verfahren (Physical Vapor Deposition), das auch als Dünnfilmbeschichtung bekannt ist. Dabei wird ein festes Material in einem Vakuum verdampft und auf die Oberfläche eines Bauteils – im Fall der Grey Ghost auf Tank und Schutzbleche – aufgebracht. Dazu wird eine positive Ladung auf das feste Material (eine Aluminiumlegierung) und eine negative Ladung auf das Motorradteil aufgebracht. Nach dem Abscheidungsprozess wird das Bauteil mit Klarlack versehen.
In der Vergangenheit wurde das PVD-Verfahren von Harley-Davidson zur Veredelung einiger Kleinteile wie Tankmedaillons und Auspuffblenden eingesetzt. Bei der Fat Boy Gray Ghost wird es erstmals bei größeren Teilen angewendet und erzeugt einen chromähnlichen Effekt. Der Rahmen ist in einem hellen Silberton pulverbeschichtet, und die Seitendeckel sind dann tatsächlich verchromte. Zu den Stylingelementen, die von der Ur-Fat-Boy inspiriert sind, gehören ein runder Luftfilter, gelbe Embleme, ein mit Schnürung und Lederquasten versehener Sitz. Auch die drei Tankmedaillons sind dem Design des Original nachempfunden.
Zum neuen Modelljahr bekommt die gesamte Baureihe den größeren Milwaukee-Eight 117 Custom V2 mit 102 PS (75 kW) und einem maximalen Drehmoment von 165 Newtonmetern bei 2750 Umdrehungen in der Minute. Das ist gegenüber der Fat Boy 114 eine Leistungssteigerung von über sieben Prozent und bedeutet rund 6,5 Prozent mehr Drehmoment. (aum)
Veröffentlicht am 11.05.2025
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