2026-10-13 13:01:00 Automobile

Die USA werden für Camping-Urlauber erschwinglicher

Carzoom.de
Fotos: Winnebago via Autoren-Union Mobilität

Der Roadtrip mit dem Reisemobil durch Kalifornien, Nevada oder die Rocky Mountains ist für viele Camper ein Traum, der in der Vergangenheit oft an den hohen Kosten der Ferienfahrt in Übersee scheiterte. Die Tourismusbranche in den Vereinigten Staaten leidet insgesamt unter rückläufigen Buchungen. Zu groß seien die Bedenken der Urlaubsgäste, Probleme bei der Einreise oder während des Aufenthalts zu bekommen.

Das in Wien ansässige Vermietportal Campstar hat jetzt die Angebote der Reisemobilvermieter für die USA erneut untersucht. Mit überraschendem Ergebnis: Der Urlaub im Appartement auf Rädern ist dort so erschwinglich wie lange nicht. Ein Wohnmobil kostet in den USA im Reisejahr 2026 im Durchschnitt 152 Euro pro Tag, 2022 waren es noch 227 Euro. Der Camper-Preisreport 2027 von Campstar hat hierfür Buchungsdaten aus fünf Reisejahren und über 20 Ländern ausgewertet.

Im Hochsommer, also Juli und August, mussten 195 statt 324 Euro pro Tag für ein mittelgroßes Reisemobil gezahlt werden. (2026 gegenüber 2022, minus 40 Prozent). Rein rechnerisch kostet der zweiwöchige Urlaub aktuell 2128 statt 3178 Euro. Während die Preise in den USA fallen, ziehen sie hierzulande leicht an: von 127 Euro im Jahr 2025 auf 130 Euro im Jahr 2026.

Dieser Trend hält laut Campstar an. Für zwei Wochen im Juli 2027 liegt das durchschnittliche Angebot an sieben großen US-Standorten von Los Angeles bis New York bei 191 Euro pro Tag. Kompakte Campervans gibt es sogar bereits für 45 Euro. Aktuell sind heute auf der Plattform bereits über 200 Fahrzeuge buchbar. Die Aufenthaltsdauer in den Staaten variiert mit der Nationalität. Niederländer sind mit ihrem Camper durchschnittlich 18 Tage unterwegs, Schweizer Staatsbürger 16 Tage.

Wer zeitlich flexibel ist, kann auch hierzulande sparen. In Europa kostet ein Camper im August 178 Euro pro Tag, im September nur 129 Euro, also 27 Prozent weniger. In Deutschland sinkt der Preis von 145 Euro im Juli auf 109 Euro im September.

„Für Camper-Fans ist 2027 das Jahr der USA. Die Preise sind so niedrig wie seit Jahren nicht, und wer jetzt bucht, hat noch die volle Auswahl vom kompakten Van bis zum Familien-Wohnmobil“, sagt Raphael Wagner, Mitgründer von Campstar. Ob der Kostenvorteil die Vorbehalte der Reisenden ausräumen kann, bleibt abzuwarten. (aum)

Veröffentlicht am 13.10.2026

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