Erich Kupfer ist gestorben
Er war ein gestandener Journalist und PR-Mann, den Blick auf sein soziales Umfeld und seine charmante Art zu formulieren hatte er auf beiden Seiten des Schreibtischs nie verloren. Erich Kupfer kam 1948 in Schweinfurt zur Welt und begann seine berufliche Karriere mit einem Volontariat bei der örtlichen Tagespresse. Er sammelte danach als Redakteur im Unterfränkischen Erfahrungen, bevor es ihn und seine Familie 1973 flussabwärts zog, um in Rüsselsheim am Main die Presseabteilung bei Opel zu verstärken.
Schnell wurde er dort mit leitenden Funktionen betraut, war schließlich von 1995 bis 2005 für die interne und externe Kommunikation des Werks verantwortlich. Der Dialog mit der Stadt und deren Bürgern lag ihm ebenso am Herzen wie das Repräsentieren seines Arbeitgebers bei jedwedem Anlass. So wagte er sich in einem von Opel konstruierten Bob in den Eiskanal am Königssee, übergab dem Astronauten Jim Irwin, der als Pilot der Apollo-15-Mission am 31. Juli 1971 als achter Mensch den Mond betreten hatte, einen Opel und ermöglichte einer Elefantenherde den Weg durchs Werk, die als Bestandteil eines Zirkus-Gastspiels am Main ihren Transportwagon nur über den Opel-Bahnhof verlassen konnte.
Im Dezember 2007 begann der passive Abschnitt seiner Altersteilzeit, in der er sich endlich verstärkt seinem geliebten Hobby, dem Motorradfahren mit seiner BMW R80, widmen konnte. Auch als Vorstandsmitglied des Verbands der Motorjournalisten wurde er nun häufiger aktiv, danach unterstützte er die Stiftung Cinema Concetta Filmförderung als Mitglied deren Beirats mit humorvoll geschriebenen Pressetexten über das jährliche Rüsselsheimer Kurzfilmfestival. Zuletzt arbeitete er zusammen mit Heinz Zettl, dem ehemaligen Leiter der Opel-Klassik-Sammlung die Historie der Opel-Rennbahn in Rüsselsheim auf, die im September 2026 als Bildband vorgelegt werden soll. Erich Kupfer verstarb nach mehrjähriger, schwerer Krankheit Anfang August im Alter von 77 Jahren. (aum/mk)
Veröffentlicht am 21.08.2026

