2026-08-18 05:57:00 Automobile

Keyless-Systeme sind nach wie vor anfällig

Carzoom.de
Fotos: ADAC/Test u. Technik via Autoren-Union Mobilität

Nach wie vor gibt es zahlreiche Autohersteller, deren Keyless-Systeme anfällig für unbefugte Zugriffe sind. Je nach Fahrzeugmodell kann mit speziellen Geräten die Funkkommunikation zwischen Auto und Schlüssel künstlich verlängert werden. So lassen sich hunderte Meter Strecke und sogar Mauern oder Türen überwinden. Diebe nutzen das aus und können das Auto ohne den Schlüssel illegal öffnen und in vielen Fällen sogar starten und davonfahren.

Der ADAC hat mittlerweile über 850 Fahrzeuge entsprechend getestet. Die Ergebnisse sind aus Sicht des Automobilclubs alarmierend: Auch heute kann noch fast die Hälfte der Fahrzeuge mit einem verlängerten Funksignal geöffnet werden. In rund jedem dritten Fall gelang sogar der illegale Start des Motors.

Die Zahlen zeigen zwei Trends: Einige Hersteller haben die Problematik ernst genommen und nachgebessert. Sie rüsten ihre Autos in der Regel mit der sogenannten Ultra-Wideband-Technologie (UWB) nach, die nach dem aktuellen Stand der Technik als gut abgesichert gilt. Dennoch gibt es immer noch viele Hersteller, die auf den alten, unsicheren Standard setzen.

Der ADAC fordert, dass alle Fahrzeughersteller Keyless-Systeme künftig zeitgemäß absichern. Die Technologie sei erprobt und könne mit geringen Mehrkosten eingebaut werden. Das Problem der Keyless-Diebstähle sei seit über 15 Jahren bekannt und könne so einfach abgeschafft werden. Verbraucher sollten beim Kauf aktiv nachfragen, ob das Keyless-System des Fahrzeugs auf diese Technologie setzt, und im Zweifelsfall auf die Komfortfunktion verzichten, rät der ADAC. (aum)

Veröffentlicht am 18.08.2026

Technik & TechnologieKeylessFunksignal


 
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