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Der magnetfreie E-Motor soll zudem, so Chefentwickler Martin Berger, „einen Wirkungsgrad von deutlich über 95 Prozent erreichen und liegt so auf dem Niveau der Formel-E-Rennwagen. Uns ist es gelungen, die Stärken verschiedener E-Motoren-Konzepte in einem Produkt zu vereinen“. Im Gegensatz zu den bisher üblichen E-Motoren erreicht der neue Antrieb im gesamten Kennfeld eine optimale Effizienz. Durch die induktive und damit kontaktlose Leistungsübertragung arbeitet der Motor weitgehend verschleißfrei und ist vor allem bei hohen Drehzahlen besonders effizient. Zusätzlicher Nebeneffekt: Der Motor ist in der Herstellung preiswerter als bisherige E-Antriebe.
Die Neuentwicklung, die, so Berger, „in zweieinhalb bis drei Jahren in Serie gehen kann“, lässt sich in der Größe den unterschiedlichen Anforderungen anpassen und ist von Kleinwagen bis zu leichten Nutzfahrzeugen einsetzbar. Aber auch für Supersportwagen ist der Antrieb in Zukunft denkbar. Aktuell haben bereits Automobilhersteller ihr Interesse an dem neuen Antrieb angemeldet. Die ersten Musteraggregate werden bereits produziert.
Aktuell ist der Antrieb für 140 kW (190 PS) ausgelegt. Allerdings sind in Zukunft auch andere Leistungsstufen denkbar. Als Kraftübertragung kommt bei der neuen Entwicklung für die meisten Einsatzgebiete ein einstufiges Getriebe zum Einsatz. Der Antrieb ist für 400 und 800 Volt vorgesehent, kann aber, so Berger, „auch andere Spannungslagen“.(ampnet/ww)
Veröffentlicht am 05.05.2021
