2026-07-08 14:01:00 Automobile

Mediterrane Feinkost: Neue Camper von Mobilvetta, Panama und Benimar

Carzoom.de
Fotos: Trigano via Autoren-Union Mobilität

Die mediterranen Töchter des Caravaning-Konzerns Trigano legen für die kommende Saison mächtig vor. Mobilvetta aus Italien stellt eine neue Van-Baureihe mit dem Namen Karys und äußerst günstigen Preisen vor, die spanischen Ableger Benimar und Panama rüsten ihre Camper und Reisemobile technisch weiter auf und zeigen neue Grundrisse.

Der Karys löst bei Mobilvetta die Kastenwagen-Baureihe Admiral ab, drei Grundrisse, die alle den Fiat Ducato als Basis nutzen, sind im Programm. Die Sechs-Meter-Version, der Karys 5.1 hat die klassische Camper-Van Aufteilung mit einem Querbett im Heck und anschließender Küche und Nasszelle. Der 6,36 Meter lange Karys 6,1 bietet bei sonst gleicher Einrichtung zwei Längsbetten im Heck, der gleichgroße Karys 6.5 erhält an dieser Stelle eine 190 mal 188 Zentimeter große Liegefläche, die elektrisch höhenverstellbar ist. Mit dem serienmäßigen 103 kW (140 PS) starken 2,2-Liter-Diesel und Automatikgetriebe kostet dieser Campervan 66.490 Euro, der Vorgänger Admiral war rund 1000 Euro teurer. Außerdem finden sich an Bord eine Lithium-Batterie mit 100 Ah, ein Solarmodul mit 200 Watt, ein Kompressor-Kühlschrank mit 84 Liter Volumen, eine Markise mit Außenbeleuchtung und schwarze Leichtmetallräder.

Eine besondere Technik verbessert den Komfort in der Sitzgruppe, die Tischplatte stützt sich nur an der Wand ab und kommt so ohne Bein aus. Sie lässt sich obendrein verlängern und als Außentisch bei geöffneter Schiebetür an der Rückseite der Küche einhängen und verschwindet bei Nichtgebrauch unter einer Luke vor der Sitzbank. Der Oberschrank über der Pantry ist Richtung Eingangstür abgerundet, ein wirkungsvoller Schutz vor Kratzern auf der Stirn. Als Option gibt es ein Aufstelldach mit zwei weiteren Schlafplätzen. Die übrigen Baureihen mit teil- oder vollintegrierten Reisemobilen wurden technisch aufgewertet und mit neu gestalteten Innenräumen aktualisiert.

Ausschließlich um Kastenwagenausbauten geht es bei der Marke Panama, die ebenso wie Benimar ihren Sitz in Peniscola in Spanien hat. Man widmet sich einzig dem Ford Transit und stellt als Spitzenmodell den neuen P10+ vor, der eine Kassettentoilette ebenso wie eine Warmwasseranlage, ein 600-Watt-Solarmodul und einen Wechselrichter für 230 Volt Haushaltsstrom als Serienausstattung erhält. Das kostet dann mindestens 69.900 Euro. Günstiger wird die Anschaffung, wenn sich der Kunde für den River 10 entscheidet, für den Panama erstmals den neuen Renault Master hernimmt. Er kann fünf Passagiere transportieren, bietet vier Schlafplätze und ist mit 130 PS (95 kW) oder 150 PS (110 kW) zu haben. Mit Automatik und Markise kostet der River rund 60.000 Euro.

Bei Benimar wurden die Aufbauprofile der Reisemobile modifiziert, so dass 20 bis 25 Kilogramm an Gewicht je Fahrzeug eingespart werden konnten. Besonders kompakt ist der neue Amphityron A 981 mit nur 5,98 Metern Länge, einem Heckbad und einem Hubbett vorn. Er wird auf dem Caravan Salon in Düsseldorf seine Premiere feiern. An hünenhafte Camper hat Benimar mit dem Mileo Ti 262 gedacht, der Teilintegrierte bietet bis zu 2,06 Meter lange Einzelbetten im Heck. Ein neues Interieur sowie die Umstellung von Absorber- auf Kompressor-Kühlschränke und Diesel- statt Gasheizung haben alle Familienmitglieder bekommen.

Gleich vier neue Grundrisse gibt es für den Yrteo, der mit weniger als 2,2 Meter Aufbaubreite immer eine Lücke zum Durchkommen finden kann. Allerdings ist er höher geworden und kratzt nun an der Drei-Meter-Marke. Der Grund ist das Hubbett, das nun für alle Versionen angeboten wird. Der Y881 (5,99 Meter lang) ist das klassische Zweipersonen-Fahrzeug mit Heckbad und einem Hubbett über dem Fahrerhaus, der Y862 bietet auf 6,99 Meter zusätzlich zwei Einzellängsbetten hinten. Die beiden Varianten mit 6,39 Meter Länge kommen mit Heckquerbett oder größerem Wohnbereich mit Face-to-Face-Sitzgruppe daher.

Als Antwort auf die Preissteigerungen des Marktes stellt Benimar unterdessen die Kaleo-Baureihe mit Alkoven als Einstiegsmodelle auf Citroen vor. 54.990 Euro kostet das zugegebener Maßen eher frugal ausgestattete, 6,3 Meter lange Grundmodell. Allerdings erklimmt es mit dem Onroad-Pack für 5000 Euro schon fast die übernächste Komfortstufe. Für diesen Aufpreis gibt es unter anderem Leichtmetallräder, Metallic-Lackierung, Panoramadach, einen Kompressor-Kühlschrank mit 150 Liter Volumen, einen zweiten Garagenzugang und eine Markise. Die südländischen Tochtermarken der französischen Trigano-Gruppe sind alle auf dem Caravan Salon in Düsseldorf Ende August präsent und zeigen ihr komplettes Modellprogramm. (aum)

Veröffentlicht am 08.07.2026

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