2026-10-13 11:46:00 Automobile

Mehr Sprinter-Verbindungen bei der Bahn

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Fotos: Deutsche Bahn via Autoren-Union Mobilität

Der neue Fahrplan der Bahn tritt im Dezember in Kraft. Die Zahl der Verbindungen nimmt zu, Destinationen wie Wien, Mailand oder Rom werden schneller erreicht. Auch Pendler profitieren. Monatskarten ohne Abo werden auch für Schüler und Studenten um 25 Prozent billiger.

Mit dem Fahrplanwechsel führt die Bahn dreimal täglich eine neue ICE-Sprinter-Linie zwischen Hamburg und München: Die Fahrzeit sinkt durch die auf Hannover und Nürnberg reduzierten Stopps um 20 Minuten auf 5 Stunden und 20 Minuten. Zwischen Berlin und Stuttgart fährt der Sprinter künftig dreimal statt einmal täglich je Richtung, in 4 Stunden und 45 Minuten – etwa eine Stunde schneller als das Taktangebot über Frankfurt. Damit sind deutschlandweit täglich rund 70 Sprinter-Fahrten auf wichtigen Strecken unterwegs.

Zwischen Berlin und Hamburg verkehren die Züge nach den baulichen Einschränkungen wieder im Halbstundentakt. Der Intercity Dresden–Berlin–Rostock fährt erneut alle zwei Stunden bis Warnemünde, dazu kommt ein ICE pro Tag und Richtung von Warnemünde über Berlin und Leipzig nach Frankfurt, Stuttgart und München. Jena erhält wieder eine Direktverbindung nach Berlin, Ostwestfalen eine tägliche Verbindung nach München. Offenburg und Baden-Baden werden stündlich angefahren, Saarbrücken bekommt erstmals eine Direktverbindung nach Hamburg. Halle und Erfurt sind baubedingt alle zwei Stunden direkt mit der Schweiz verbunden.

Mit dem Fahrplan 2027 wächst auch das internationale Angebot auf mehr als 320 Fahrten pro Tag – rund 20 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Damit sind über 200 Städte in 14 Ländern direkt von Deutschland aus erreichbar. Mehr Züge gibt es nach Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark. Zwischen Hamburg und Kopenhagen fährt die DB ab März siebenmal täglich je Richtung, ab 7 Uhr etwa alle zwei Stunden.

In Kooperation mit der italienischen Trenitalia fährt erstmals der Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa in Deutschland. Ab Sommer 2027 verbindet er München mit je einem täglichen Zugpaar (Hin- und Rückfahrt) direkt mit Mailand und Rom.

Die Verbindungen nach Frankreich und Österreich weitet die DB mit den jeweiligen Kooperationsbahnen ebenfalls aus. Zwischen Stuttgart und Paris fahren täglich zwölf Züge – zwei mehr als bisher. Nach Abschluss der Korridorsanierung Nürnberg–Passau fahren zwischen Frankfurt, Nürnberg und Wien täglich 14 Fernverkehrszüge – zwei mehr als vor Beginn der Bauarbeiten.

Das im Sommer erfolgreich gestartete Familienticket führt die Bahn nun dauerhaft ein. Ab 26. Oktober ist es wieder buchbar, erster Reisetag ist der 1. November. Für 99,99 Euro können bis zu fünf Personen deutschlandweit mit dem Fernverkehr in der 2. Klasse hin und zurück reisen, die Sitzplatzreservierung ist bereits inklusive.

Auch Pendlerinnen und Pendler profitieren: Ab dem 21. Oktober werden Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo um 25 Prozent günstiger. Zudem vereinfacht die DB ihr Zeitkartenangebot und bietet Streckenzeitkarten künftig ausschließlich ohne Abo an. Für Gruppenreisende werden die Online-Services erweitert. So können Gruppen den Sparpreis Gruppe nun für eine bessere Reiseplanung auch online für bis zu 14 Tage unverbindlich reservieren. (aum)

Veröffentlicht am 13.10.2026

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