Mercedes-Benz eröffnet Batterie-Recyclingfabrik in Süddeutschland
Das hydrometallurgische Verfahren ist, anders als die heute in Europa etablierte Pyrometallurgie, weniger energieintensiv und erzeugt geringere Abfallmengen. Während dabei im mechanischen Teil des Prozesses Kunststoffe, Kupfer, Aluminium und Eisen sortenrein sortiert werden, widmet sich das nachgelagerte hydrometallurgische Verfahren der sogenannten schwarzen Masse. Das sind die aktiven Materialien, aus denen die Elektroden der Batteriezellen bestehen. In einem mehrstufigen chemischen Prozess werden die wertvollen Metalle Kobalt, Nickel und Lithium einzeln extrahiert. Diese Rezyklate haben Batteriequalität und sind damit für die Herstellung neuer Batteriezellen geeignet. Insgesamt erwartet Mercedes-Benz von der mechanisch-hydrometallurgischen Recyclinganlage eine Rückgewinnungsquote von mehr als 96 Prozent.
Die Batterie-Recyclingfabrik hat eine Jahreskapazität von 2500 Tonnen. Die wiedergewonnenen Wertstoffe sollen in die Produktion von mehr als 50.000 Batteriemodulen für neue vollelektrische Mercedes-Benz Modelle einfließen. (aum)
Veröffentlicht am 21.10.2024
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