Mit einem Griff beschleunigen und bremsen
Vehement beschleunigt die Can-Am Pulse unter optimalen Bedingungen in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bei 127 km/h setzt die Leistungselektronik weiterem Vortrieb zugunsten des Energieverbrauchs ein Ende. Ohnehin ist der Akku mit einer Kapazität von 8,9 kWh recht knapp bemessen. Das reicht für eine Normreichweite von 130 Kilometern (bei der Origin sind es noch einmal 15 Kilometer weniger). Immerhin erweist sich diese Angabe in der Praxis nicht als Fantasiewert. Und Can-Am sieht die Pulse ohnehin am liebsten in der Hand „smarter Pendler und urbaner Entdecker“ (O-Ton). Immerhin ist die Batterie in gut zwei Stunden wieder voll.
Die Pulse offeriert vier ausreichend von einander abgegrenzte Fahrmodi, ein riesiges konnektivitätsfähiges 10,25-Zoll-Display und ein besonderes Rekuperationssytem. Mittels Drehen des Fahrgriffs über die Nullstellung hinaus nach vorne wird die „aktive Regeneration“ genutzt, die es ermöglicht, das Motorrad am rechten Lenkerende nicht nur zur beschleunigen, sondern auch wieder abzubremsen. Das sorgt für ein dato unbekanntes und gleichermaßen faszinierendes Fahrgefühl.
Neben der beschränkten Reichweite kränkeln E-Motorräder immer noch am Preis. 15.899 Euro ruft Can-Am für die Pulse auf, die es auch als Leichtkraftrad mit elf kW (15 PS) gibt. Billiger wird sie dadurch aber nicht. (aum)
Veröffentlicht am 13.07.2025
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