Mit neuem Gesicht ins Jubiläumsjahr
Allein im vergangenen Jahr verließen 283.465 Autos die Werkhallen, davon holte sich der Yaris Cross mit 212.539 Einheiten den Löwenanteil. Kein Wunder, dass das SUV aus dem B-Segment demnächst seine ersten Million Exemplare voll machen wird. In seinem Spielfeld zeigt der hochbeinige Yaris (3 Zentimeter mehr Federhöhe als die Limousine) ohnehin mit einem europäischen Marktanteil von elf Prozent eine gute Figur (dazu kommen wir später noch einmal).
Die unbearbeiteten Bleche, die in massiven Rollen angeliefert werden, stammen fast ausschließlich aus französischen Stahlwerken. Auch hier glänzt der lokale Produktionsanteil mit einem Spitzenwert. Von der Bodenplatte über die Seitenteile bis hin zum Dach wird jedes Auto in Eigenleistung aufgebaut, so dass Presswerk, Karosseriebau, Lackierstraße und Endfertigung den größten Raumbedarf des Werkes für sich verbuchen. Selbst die Kunststoffteile wie Armaturenbrett, Front- und Heckschürze sowie Spoiler entstammen der eigenen Produktion. Rund 4800 Menschen erfüllen das 18 Hektar umfassende Areal mit geschäftigem Leben und entlassen so pro Tag bis zu 1250 Neuwagen durch das Werkstor ins Freie.
Nur bei Motor und Getriebe – die etliche Jahre ebenfalls vor Ort entstanden – müssen zwei andere Toyota-Werke als Zulieferer in die Bresche springen. Auch sie gehören mit ihren Standorten in Polen und England zum europäischen Verbund. So gesehen sprechen die quirligen Kleinwagen aus Frankreich allesamt eher kein Japanisch.
Besonders stolz ist das Management darauf, einerseits ein hohes Ziel an Effizienz erreicht zu haben, und anderseits beim Umweltschutz nicht zu patzen. Neben dem Dauerthema zum reduzierten CO2-Ausstoß ist auch die Ressourcenschonung klar fixiert. Klar, es geht immer auch darum, politisch vorgegebene Grenzen einzuhalten, aber bis 2030 die Produktion auf Null-Wasserbrauch getrimmt zu haben, ist – um nur einen der vier Hauptpfeiler der Firmenphilosophie in Sachen Umwelt zu nennen – schon eine stramme Herausforderung. Da darf auch der Hinweis auf die größte selbst genutzte Photovoltaikanlage Frankreichs nicht fehlen.
Damit sind wir wieder bei der Figur: Der Yaris Cross bekommt ein Facelift und wird voraussichtlich ab 10. Juli ein neues Gesicht zeigen. Auffallend: Die Nase ist ein wenig geglättet und reckt die Kühleinlässe jetzt in modern interpretierter Honigwabenform erwartungsvoll in den Fahrtwind. Klar, dass auch der Farbtopf noch einmal frisch angerührt wurde, um neue Akzente zu liefern. Auch innen wurde frisch tapeziert und die Sitze dezent aufgepolstert. Bei den Antrieben bleibt alles wie gewohnt. Insofern muss der Kunde nicht umdenken – er hat auch weiter die Wahl, ob er nur mit Front- oder Allradantrieb unterwegs sein will.
Schon jetzt ist klar, dass die meisten Exemplare, die allesamt für den europäischen Markt bestimmt sind, im Geburtsland Frankreich bleiben. Mit 16 Prozent der Abnehmer schneiden sich die Franzosen selbst das größte Stück aus dem Zulassungskuchen. Ganz dicht gefolgt von Italien und dem Vereinigten Königreich mit je 15 Prozent. Und Deutschland? Dorthin gehen sechs Prozent des Yaris-Kontingents. (aum)
Veröffentlicht am 02.07.2026









