Nissan schickt Ariya und X-Trail in die zweite Halbzeit
In seinem neuen Modelljahr fährt der Ariya mit der aktuellen Generation von Nissan Connect vor, in die Google-Dienste integriert wurden. Der Google-Maps-Routenplaner lässt sich mittels „Hey Google“ aktivieren und integriert in die gewünschte Route die optimalen Ladestopps. Das serienmäßige Head-up-Display erleichtert die Navigation, ohne das der Mensch hinter dem Lenkrad den Blick von der Straße nehmen muss.
Das Fahrwerk wurde dezent überarbeitet, so dass der Ariya noch komfortabler fährt und die Insassen etwas mehr von den Defiziten der Infrastruktur verschont bleiben. Der Ariya kommt mit dem überarbeiteten Pro Pilot zu den Kunden, der unter anderem Überholvorgänge auf Strecken mit Überholverbot verhindert. Der Spurhalteassistent wurde ebenfalls verbessert. Auch der neue Modelljahrgang gehört zu den angenehmen Elektromobilen und zugleich zu den akustisch dezenten Vertretern seiner Zunft. Nach 7,6 Sekunden ist aus dem Stand Tempo 100 km/h erreicht, und bei 160 km/h endet der Vortrieb.
Der Nissan Ariya kann an der Wallbox mit elf kW geladen werden, am Schnelllader kann der Energiespeicher mit bis zu 130 kW laden. Als Reichweite verspricht Nissan 516 bis 531 Kilometer für die Frontantrieb-Variante und einen Verbrauch von 18,2 bis 18,7 kWh. Der Allradler kommt danach 498 bis 507 Kilometer weit. Auch beim überarbeiteten Ariya verzichteten die Nissan-Entwickler auf klassische Bedienelemente. Lediglich die Klimatisierung lässt sich konventionell einstellen. Allerdings ist das Menü auf dem zentralen Bildschirm übersichtlich strukturiert und lässt sich intuitiv steuern, und im Lenkrad befinden sich weitere Schalter.
Am Schnelllader vergeht rund eine halbe Stunde, bis der Akku von zehn auf 80 Prozent geladen ist. Außerdem kann der Ariya über die sogenannte V2L-Funktion Elektrogeräte mit bis zu 3,7 kW mit Strom versorgen – also zum Beispiel Pedelecs oder ein Elektrogrill für das Picknick in der Natur.
Neben dem Ariya schickt Nissan auch den X-Trail überarbeitet zu den Händlern. Er bekommt ebenfalls Google an Bord und den optimierten Pro Pilot. Die Preisliste für das SUV beginnt bei 42.890 Euro. Insgesamt stehen vier Ausstattungsvarianten bei den Händlern, die alle mit dem e-Power Hybridsystem ausgerüstet sind, das sich gegen Aufpreis mit dem e-4orce Allradantrieb kombinieren lässt. Außerdem lässt sich der X-Trail mit einer dritten Sitzreihe zum Siebensitzer als Transporter für die Großfamilie aufrüsten. Wie beim Ariya nahmen sich die Kreativen der Frontpartie an und entwickelten neue Lufteinlässe und eine überarbeitete Stoßfängerpartie. Auch das Heck wurde dezent neugestaltet. Die für Outdoorfreunde gedachte Variante N-Trek (ab 49.190 Euro) erhielt eine noch markantere und robustere Optik.
Der Fronttriebler wird von einem 1,5-Liter-Vierzylinder mit 204 PS (150 kW) angetrieben, der den X-Trail in acht Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Bei 170 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. In der Allrad-Version leistet der Antrieb 213 PS (157 PS), und beschleunigt aus dem Stand in sieben Sekunden auf Tempo 100. Bei 180 km/h ist das maximale Tempo erreicht. Unterwegs gehört der X-Trail zu den sparsamen Vertretern seiner Gattung. Bei einer ersten Ausfahrt meldete der Bordcomputer am Ende 5,6 Liter. (aum)
Veröffentlicht am 10.07.2026









