Nord-Ostsee-Kanal ab 2027 für Sportboote kostenlos
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sagt, man wolle Bürokratie dort abbauen, wo sie den Menschen keinen Mehrwert bringt. Der fast 100 Kilometer lange Kanal verbindet Nord- und Ostsee zwischen Brunsbüttel und Kiel auf dem kürzesten Weg. Er spart der Schifffahrt die Umrundung Dänemarks und damit etwa 350 Kilometer auf der Reise zur Ostsee oder in die Nordsee. Gerade Freizeitkapitäne, die ihre Bootsliegeplätze an der Nordsee haben und die Ferien ohne Einschränkungen durch Gezeiten auf der Ostsee verbringen wollen, schätzen die Nutzung des Kanals sehr.
Eine wesentliche Erleichterung betrifft außerdem die Besatzung von Handelsschiffen unter deutscher Flagge. Künftig kann in bestimmten Fällen von der bisherigen Vorgabe abgewichen werden, dass Kapitäne und Offiziere Bürger der EU sein müssen. Damit können künftig auch qualifizierte Seeleute aus Drittstaaten eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass sie in der Europäischen Union ausgebildet wurden oder der Reeder zusätzliche Ausbildungs- oder Berufseinstiegsplätze auf seinen Schiffen schafft.
„Unsere maritime Wirtschaft braucht qualifizierte Fachkräfte. Deshalb müssen wir unnötige Hürden abbauen und zugleich dafür sorgen, dass mehr Menschen in die Seeschifffahrt einsteigen können. Die neuen Regeln verbinden beides“, so der Bundesverkehrsminister. (aum)
Veröffentlicht am 14.09.2026
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