2026-08-24 09:09:00 Automobile

Rückreisewelle: Staugefahr auf Autobahnen bleibt hoch

Carzoom.de
Fotos: Autoren-Union Mobilität

Die Sommerferien gehen in die letzte Runde, doch auf Deutschlands Straßen ist noch lange keine Ruhe in Sicht. Zwar nimmt der Gesamtverkehr am Wochenende vom 28. bis 30. August leicht ab, die Rückreisewelle erreicht jedoch ihren Höhepunkt. Wer aus dem Süden, von den Küsten oder aus dem Ausland heimwärts fährt, braucht vor allem am Samstagnachmittag sowie am Sonntag viel Geduld und sollte Zeitreserven einplanen.

Das letzte Augustwochenende wird zur Geduldsprobe für Autofahrer. Mit dem Ferienende in Nordrhein-Westfalen setzt im bevölkerungsreichsten Bundesland die große Rückreisewelle ein. Gleichzeitig sind Baden-Württemberg und Bayern noch im Ferienmodus – eine Konstellation, die Deutschlands wichtigste Reiserouten erneut stark belastet.

Die Verkehrsströme laufen dabei vor allem von Süden nach Norden sowie von den Küsten zurück ins Landesinnere. Hinzu kommen Urlauber, die aus Österreich, Frankreich, Tschechien, Belgien, den Niederlanden oder Polen nach Deutschland zurückkehren. In vielen dieser Länder enden die Sommerferien ebenfalls, sodass sich auf den klassischen Nord-Süd-Achsen und an den Grenzübergängen besonders dichter Verkehr entwickeln dürfte.

Laut ADAC wird der Samstag der verkehrsreichste Tag des Wochenendes. Vormittags sorgt der Ausflugsverkehr für volle Fahrbahnen, besonders auf den Routen in Richtung Alpen und Mittelgebirge. Im Tagesverlauf verdichten sich die Rückreiseströme, ehe am Nachmittag die eigentliche Heimreisewelle einsetzt. Dann ist auf vielen Autobahnen in beide Richtungen mit stockendem Verkehr bis hin zu längeren Staus zu rechnen.

Am Sonntag prägt der Rückreiseverkehr das Bild noch klarer. Besonders am Nachmittag und in den Abendstunden ist mit hoher Belastung zu rechnen, wenn Urlauber und Wochenendausflügler gleichzeitig nach Hause fahren. Die Staugefahr steigt nicht nur auf den Autobahnen aus den Urlaubsregionen, sondern auch auf den Zufahrten zu Ballungsräumen.

Eine gewisse Entlastung bringt das reguläre Lkw-Fahrverbot am Sonntag, 30. August. Zusätzlich gilt bis einschließlich 31. August das Ferienfahrverbot: An Samstagen dürfen viele schwere Lastwagen zwischen 7 und 20 Uhr zahlreiche Autobahnen und ausgewählte Bundesstraßen nicht nutzen. Wegen des Niedrigwassers wurden einzelne Ausnahmen für bestimmte Transporte zugelassen – je nach Bundesland gelten allerdings unterschiedliche Regeln.

Wer bei Stau auf das Navi vertraut und spontan die Autobahn verlässt, könnte vor verschlossenen Ausfahrten stehen. Um Orte und Nebenstraßen vor Ausweichverkehr zu schützen, werden auf besonders belasteten Strecken gezielt Abfahrten gesperrt. Das betrifft vor allem die süddeutschen Reiserouten rund um A7, A8 und A93 sowie Bundesstraßen im Alpenraum.

Auch Österreich setzt in stark frequentierten Ferienregionen auf Fahrverbote für den Transitverkehr auf Nebenstrecken. Die Botschaft ist eindeutig: Der Verkehr soll auf den Hauptachsen bleiben – selbst wenn es dort nur im Schritttempo vorangeht. (aum)

Veröffentlicht am 24.08.2026

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