Ratgeber: Kinder und Jugendliche im Auto richtig angurten
In vielen Staaten der Welt ist eine auf Größe und Gewicht von Babys und Kindern angepasste Sicherung in Fahrzeugen vorgeschrieben. Mit Babyschalen, Kindersitzen und Sitzerhöhungen sind für jedes Kinderalter und jede Statur geeignete Produkte auf dem Markt. Der Nutzen der Systeme ist unbestritten. Dennoch gibt es noch immer Eltern, die ihre Kinder nicht oder falsch sichern, und Staaten, in denen die Sicherung nicht vorgeschrieben ist.
Immerhin knapp 20 Prozent der französischen Kinder und Jugendlichen, die 2017 in Pkw bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, waren nach der offiziellen Unfallstatistik nicht angeschnallt. Ähnliche Zahlen verzeichneten die USA 2016: Hier waren 17 Prozent der Verkehrsopfer unter 15 Jahren nicht angeschnallt.
Was bei einem Unfall passiert, wenn ein Kind überhaupt nicht gesichert ist, verdeutlicht ein aktueller Crashtest der Prüforganisation mit der innerorts üblichen, vergleichsweise geringen Geschwindigkeit von 50 km/h. Während der ordnungsgemäß gesicherte Kinderdummy vom Gurt zurückgehalten und durch den Kindersitz zusätzlich geschützt wird, fliegt der ungesicherte Dummy unkontrolliert durch das Fahrzeug und prallt mehrmals an.
Daher appelliert die Prüforganisation an alle Eltern, ihre Kinder im Fahrzeug immer sorgfältig und ordnungsgemäß zu sichern. Der Sitz muss dabei dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechen und sollte unbedingt vor dem Kauf im eigenen Fahrzeug ausprobiert werden. (ampnet/deg)
Veröffentlicht am 19.07.2019
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