2023-03-27 13:11:00 Automobile

Ratgeber: Mit dem Elektroauto in den Urlaub

Carzoom.de
Fotos: Autoren-Union Mobilität/Eon

Die Elektromobilität ist längst aus ihrer Nische herausgerollt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 400.000 Elektroautos neu zugelassen, so dass inzwischen mehr als eine Million E-Mobile auf den Straßen rollen. Die Tendenz ist weiter steigend: Elektrofahrzeuge haben sich im automobilen Alltag etabliert. Und auch in die Ferien geht es immer häufiger mit batterieelektrischem Antrieb.

Für viele Bundesbürger ist das Auto unbestritten auch das beliebteste Verkehrsmittel für die Fahrt in den Urlaub. Schließlich ermöglicht das Automobil ein Höchstmaß an Flexibilität, Platz für Gepäck, und die Fahrt in die Ferien mit dem E-Mobil verringert zudem den CO2-Abdruck deutlich im Vergleich zu den anderen Verkehrsmitteln und leistet so einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs, ohne dass auf Komfort und individuelle Mobilität verzichtet werden muss. Für viele Menschen steht da in diesem Jahr die erste Urlaubsfahrt mit ihrem Elektrofahrzeug an.

Die Befürchtung, ohne ausreichend Strom in der Batterie liegen zu bleiben, gehört inzwischen der Vergangenheit an. Die Infrastruktur in Deutschland und im benachbarten Ausland ist gut ausgebaut, und so wird das Ziel auch mit dem Stromer entspannt erreicht. Allerdings sollte der Urlauber einige Dinge berücksichtigen. Vor dem Start ist es hilfreich, die Strecke genau zu planen und die möglichen Ladepunkte in das Navigationssystem einzugeben. Dabei kommen auch die meteorologischen und topografischen Verhältnisse ins Spiel. Niedrige Temperaturen und Steigungen sind nicht gerade Freunde der Energiespeicher. Mittels Rekuperation, also der Rückgewinnung der Bremsenergie und Speicherung in der Batterie, lässt sich die Reichweite bei der Talfahrt aber wieder verbessern, und gleichzeitig werden die Bremsen geschont.

Zudem ist das Fahren mit dem Elektroauto auch wegen der geringen akustischen Belästigung und der zumeist eher moderaten Geschwindigkeit entspannend. Wie bei den Verbrenner-Modellen spielt auch bei ihnen die Fahrweise eine entscheidende Rolle, wenn es um den Energieverbrauch geht. Hektisches Beschleunigen und Bremsen sind Gift für eine verbrauchsoptimierte Fahrt. Um die Reichweite auf der Autobahn zu verbessern, hilft die Fahreinstellung „Eco“ und (falls vorhanden) der Einsatz der Geschwindigkeitsregelanlage, um das Tempo und damit auch die Kraftentfaltung gleichmäßiger zu halten.

Bei der Planung empfiehlt es sich von vornherein die Schnellladestationen entlang der Strecke einzuplanen, bei denen die Fahrt nach rund 20 Minuten mit einem geladenen Akku weitergehen kann. Für die Bezahlung des geladenen Stroms ist eine App die erste Wahl, mit der man bequem die Energie bezahlen kann. Einmal im Monat wird der genutzte Strom abgerechnet. Die App des Energieversorgers Eon zum Beispiel ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europaweit an mehr als 190.000 Ladestationen nutzbar. Sie dient dabei auch als Wegweiser zum nächsten Ladepunkt.

Und wenn tatsächlich die nächste Station unerreichbar ist, und der Akku seine letzte Kilowattstunde an den Motor geschickt hat, kann eine entsprechende Versicherung die Fahrt in den Urlaub retten. Zusammen mit der Zurich-Versicherung hat etwa Eon eine Garantie entwickelt, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche europaweit E-Mobilisten hilft, wenn sie unverschuldet die nächstgelegene Ladestation nicht mehr erreichen können oder feststellen müssen, dass die gewählte Station nicht verfügbar ist. Die Nutzer der E- Mobilitätsgarantie werden dann von einem Service-Partnerunternehmen bis zur nächstgelegenen Ladesäule transportiert. Die Garantie gilt auch für Mietwagen und ermöglicht so einen sorgenfreien Urlaub. (aum/wwu)

Veröffentlicht am 27.03.2023

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2025-07-07 11:41:00 Automobile

Ratgeber: Mit dem Elektroauto in den Urlaub

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Fotos: Autoren-Union Mobilität

Tanken noch kurz vor der Grenze oder erst im Nachbarland? Es ist die klassische Abwägung, die Autourlauber vor der Ferienfahrt umtreibt. Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos stellt sich allerdings noch eine weitere Frage: Wie funktioniert das mit dem Stromladen im Ausland? Welches Ladenetz ist das beste am Urlaubsziel? Welche App ist empfehlenswert und was kostet der Strom in der Fremde überhaupt?

Ist eine Urlaubsreise mit dem E-Auto empfehlenswert? Eindeutig ja. Das gilt zumindest für Autourlauber innerhalb Europas. Die Reichweiten der allermeisten Elektro-Pkw sind inzwischen ausreichend groß, und zudem sind regelmäßige Pausen auf einer Langstreckenfahrt ohnehin empfehlenswert. Denn den Akku aufzuladen, das ist nach zwei bis drei Stunden Fahrt nicht nur für das Auto, sondern auch für die Insassen und insbesondere Fahrerin oder Fahrer eine sinnvolle Pause, wenn die Reise nicht in Stress ausarten soll.

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, sich schon rechtzeitig vor einer Urlaubsreise mit dem Elektroauto mit dem Thema Routenplanung und Ladeinfrastruktur entlang der geplanten Strecke und auch am Urlaubsziel zu beschäftigen. Um Ladestopps bereits im voraus zu planen und die dazugehörigen Pausen optimal auf die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse (ein Restaurantbesuch, ein Bummel durch die Altstadt, ein Nickerchen an einem schattigen Flussufer) abzustimmen, sind Online-Routenplaner eine große Hilfe – neben den in den meisten Navigationssystemen von E-Autos integrierten Ladeplanern. Internetseiten wie goingelectric.de, chargemap.com oder abetterrouteplanner.com sind eine gute Möglichkeit, sich schon einmal über die (Schnell-)Lademöglichkeiten entlang der Strecke zu informieren.

Die Europäische Verbraucherzentrale empfiehlt, sich mit den Gepflogenheiten rund ums E-Auto-Laden des jeweiligen Urlaubslandes im Vorfeld vertraut zu machen. So sind die Preisunterschiede beim Ladestrom mitunter erheblich; zudem können – je nach Ladesäule und Netzbetreiber – zum Teil hohe Blockiergebühren anfallen. Das heißt, dass nach dem eigentlichen Ladevorgang eine Art Parkuhr läuft, wenn das Auto weiterhin auf dem Ladeplatz stehen bleibt. Auf der anderen Seite bieten in manchen Ländern zahlreiche Supermärkte oder Einkaufszentren kostenloses Laden an.

Zwei Grundregeln sollten Reisende, die mit einem Elektroauto unterwegs sind, in jedem Fall beachten. Erstens: Fahren Sie nicht mit den letzten Energiereserven eine Ladesäule an, sondern achten Sie stets darauf, mit dem vorhandenen Energievorrat notfalls auch noch die nächste Ladestation erreichen zu können. Zweitens: Besorgen Sie sich am besten zwei oder drei Ladekarten oder Lade-Apps, damit Sie die Ladesäulen unterschiedlicher Betreiber nutzen können. Alle Ladesäulen, die seit April 2024 in der EU neu errichtet wurden, müssen mit einem Kartenleser für Kredit- oder Bankkarten ausgestattet sein, so das an diesen Stationen einfaches und direktes Bezahlen des Ladestroms auch im Ausland möglich ist.

Hier ist eine Übersicht über in Deutschland weit verbreitete Ladekarten und Lade-Apps, die über das so genannte Lade-Roaming auch das E-Auto-Laden im Ausland ermöglichen:

ADAC e-Charge
Der Automobilclub ADAC bietet in Kooperation mit dem Mineralölkonzern Aral über die Aral-pulse-App einen Ladetarif an, der in Deutschland an nahezu allen öffentlichen Ladesäulen genutzt werden kann (für Mitglieder des ADAC ohne monatliche Grundgebühr). Es gib auch eine Ladekarte. Die Preise liegen bei 0,57 Euro pro kWh bei Aral-pulse-Ladepunkten und bei 0,75 Euro bei anderen Anbietern. Im Ausland funktioniert ADAC e-Charge in Österreich, Italien, Luxemburg, Spanien und den Niederlanden.

EnBW mobility
Das Energieversorgungsunternehmen Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) bietet Laden per App oder Karte (es gibt unterschiedliche Tarife) an mehr als 800.000 Ladepunkten in 17 Ländern Europas an. Außer in Deutschland auch in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien und Tschechien. Achtung: In Ländern wie Portugal, Großbritannien oder Norwegen funktionieren App und Ladekarten von EnBW nicht.

EWE Go
Der Energieversorger EWE bietet mit dem Ladetarif EWE Go Ladestrom an mehr als 500.000 Ladepunkten in Europa an, darunter in Italien, Frankreich, Spanien, Kroatien, Griechenland, Polen, Dänemark, Norwegen oder Schweden. Die Preise liegen bei 0,52 Euro/kWh an unternehmenseigenen Ladepunkten und 0,62 Euro/kWh an Ladepunkten von Partnerunternehmen (per App oder Ladekarte).

Elli Charging
Elli ist das Ladestromunternehmen der Volkswagen AG. Angeboten wird öffentliches Laden bei derzeit mehr als 900.000 Ladepunkten in Deutschland und 27 weiteren Ländern in Europa, etwa Österreich, Schweiz, Italien, Spanien oder Schweden. Nur der Ladetarif Base wird ohne monatliche Gebühr angeboten, allerdings gibt es hier keine weiteren Angaben für den jeweiligen Strompreis.

Eon Drive
Der deutsche Energiekonzern Eon bietet Ladestrom für Elektrofahrzeuge an mehr als 700.000 Ladepunkten an. Im Tarif ohne Grundgebühr kostet eine Kilowattstunde ab 0,54 Euro (Schnellladen ab 0,61 Euro) an Eon-Stationen und ab 0,59 oder 0,79 Euro an Ladepunkten anderer Netzbetreiber. In folgenden Ländern kann mit der Eon-Drive-App oder Ladekarte geladen werden: Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Luxemburg, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz und Tschechien.

Ionity
Das Schnellladenetzwerk Ionity ist in vielen Ländern Europas vertreten, die Stationen finden sich in der Regel entlang der Autobahnen und Schnellstraßen. Wer die Ionity-Ladeapp für den Urlaub nutzen möchte, kann im Tarif Ionity Go ohne Fixgebühren zum Preis von 0,65 Euro je kWh laden. Hier ein Überblick über die Ionity-Schnelllader-Präsenz in ausgewählten Ländern: Belgien (18 Standorte/118 Ladepunkte), Dänemark (11/102), Frankreich (169/1052), Großbritannien (54/488), Irland (7/48), Italien (42/274), Kroatien (7/34), Niederlande (19/124), Norwegen (48/399), Österreich (24/156), Polen (17/82), Portugal (14/66), Schweden (48/345), Schweiz (16/122), Slowakei (4/18), Slowenien (8/32), Spanien (42/156), Tschechien (9/42), Ungarn (9/38).

Maingau Autostrom
Der hessische Energieversorger Maingau Energie bietet Elektroautoladen per Ladekarte oder App an – und zwar an 645.000 Ladepunkten in Europa. Angeschlossen sind – neben der breiten Abdeckung in Deutschland – Ladenetzbetreiber in Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, der Schweiz, Slowenien und Spanien. Die Preise beginnen bei 0,59 Euro pro kWh im Inland und 0,69 Euro im Ausland (an Schnelladern bei 0,69 und 0,79 Euro/kWh).

Shell Recharge
Das britische Mineralöl- und Erdgasunternehmen Shell betreibt auch ein Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge. Mit der App und einer Ladekarte von Shell Recharge lassen sich an rund 850.000 Punkten in Europa E-Autos aufladen. 33 Länder zählen zum Netzwerk, darunter beliebte Urlaubsziele wie Spanien, Frankreich oder Dänemark, aber auch entlegenere Destinationen wie zum Beispiel Island. Im Basistarif ohne monatliche Grundgebühr kostet eine Kilowattstunde je nach Ladeleistung und Ladenetzbetreiber zwischen 0,56 und 0,79 Euro.

Electroverse
Der Ladeverbund Electroverse (dahinter steht der britischen Ladenetzbetreiber Octopus Energy) fasst derzeit 32 Ladenetzwerke mit insgesamt mehr als 964.000 Ladepunkten in Europa zusammen (darunter in Großbritannien, Irland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Italien, Frankreich oder Spanien). Wer sich registriert, erhält eine RFID-Ladekarte per Post, mit der man an den angeschlossenen Stationen den Ladevorgang starten kann. Die Bezahlung läuft über das bei der Registrierung angebotene Konto. Routenplanung und Preisinformationen gibt es über die Electroverse-App. (aum)



Veröffentlicht am 07.07.2025

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