Ratgeber: Stressfreier in den Urlaub starten
Ein paar Tage vor der Urlaubsfahrt sollte noch einmal das Auto geprüft werden. Stimmt der Reifendruck noch und ist das Reifenprofil in Ordnung? Funktionieren Licht und Bremsen zuverlässig? Müssen eventuell die Wischerblätter ausgetauscht oder die Scheibenreinigungsflüssigkeit nachgefüllt werden? Sind Warndreieck, Verbandkasten und Warnwesten an Bord? Mit innen und außen gereinigten Scheiben, vollem Tank oder komplett aufgeladener Fahrbatterie beim Elektroauto steht dann einem entspannten Start nichts im Weg.
Auf jeden Fall gehören bei einer längeren Fahrt ausreichend Getränke und Nahrungsmittel mit. Für Kinder sollte man Bücher und Spiele oder Filme mitnehmen. Der längste gemessene Stau im deutschen Autobahnnetz 2025 war 55 Kilometer lang – mit einer Wartezeit von mehreren Stunden.
Das Ziel eingeben und einfach dem Navigationsgerät folgen – daran sind die meisten Verkehrsteilnehmer gewöhnt. Doch gerade für längere Urlaubsreisen lohnt es sich trotz der modernen Technik, sorgfältig zu planen: Gibt es auf der Strecke zum Urlaubsort große Baustellen oder sogar angekündigte Sperrungen? Einschlägige Apps geben entsprechende Hinweise. Die Autobahn GmbH bietet für Deutschland eine eigene Lösung an. In Österreich hilft die ASFINAG-App, etwa wenn es über den Brenner nach Süden gehen soll. Die Webseiten großer Automobilclubs bieten ebenfalls Verkehrsinformationen. Wenn das Planungsergebnis eine deutlich längere Alternativroute ist, kann man das auch positiv sehen: Wie wäre es mit einem Zwischenstopp, möglicherweise sogar mit Übernachtung, an einem touristisch reizvollen Ort?
Wer in einem Ballungsraum startet und wochentags früh am Morgen zur Urlaubsfahrt aufbricht, kann Staus des Berufsverkehrs durch eine frühe Abreise vermeiden. Ohnehin sollten Zeitpuffer eingeplant werden, rät die GTÜ. Auch das senkt gegebenenfalls das Stresslevel. Besonders wenig Verkehr herrscht meist frühmorgens am Wochenende. In Deutschland gilt der Sonntag als beliebter Reisetag, weil dann ein Fahrverbot für die meisten Lastwagen gilt – allerdings sind dadurch eben auch viele Ferienfahrer unterwegs.
Bei einer längeren Reise sind auf jeden Fall auch Pausen einzuplanen, um die Konzentration wach zu halten. Wer die Pausen regelmäßig mit einem Gang zum WC verbindet, bleibt bei zähem Vorwärtskommen ebenfalls entspannter. In dichtem Verkehr gilt es dann nur noch, besonders vorausschauend zu fahren und schon bei stockender Fahrzeugschlange eine Rettungsgasse zu bilden. (aum)
Veröffentlicht am 31.03.2026

