Renault startet neues Logistikzentrum in Brühl
Dabei zeigten Renault und der Logistikexperte Marq Logistics, von dem das neue Logistikzentrum angemietet wird, das in Deutschland doch noch schnell gebaut werden kann. „Zwischen der Grundsteinlegung und der Einweihung vergingen weniger als zwölf Monate“, erklärte ein sichtlich zufriedener Renault-Deutschlandchef Florian Kraft bei der Einweihung. Das neue Ersatzteillager umfasst eine Fläche von 24.000 Quadratmetern, was, um den beliebten Vergleich zu bemühen, ungefähr vier Fußballfeldern entspricht.
Mit der neuen Anlage setzt Renault auf eine konsequente Automatisierung, mit der die Ersatzteilversorgung der deutschen Händler deutlich beschleunigt wird. Dank der 89 eingesetzten Robotersysteme, die alle zwei Sekunden ein Ersatzteil in eine Box packen können, kehrt sich der bisher üblichen Arbeitsablauf um. Nicht mehr die Mitarbeiter sind mit Gabelstaplern unterwegs, um die angeforderten Teile zu bewegen, sondern die Teile kommen direkt zu ihnen, um auf den Weg zu den Händlern gebracht zu werden. Diese Aufgabe übernehmen autonome Skypod-Roboter des Unternehmens Exotec, die die Teile an die 140 Mitarbeiter liefern.
Pro Stunde können jetzt 250 Aufträge erledigt und 1600 Behälter gefüllt werden. In der Vorgänger-Anlage waren die Mitarbeiter jeden Tag zwischen zwölf und 15 Kilometer unterwegs, um die bestellten Teile zu finden. Insgesamt 22.000 Teile lagern im neuen Logistikzentrum. Dort werden aktuell nur Komponenten mit einem Gewicht von 15 Kilogramm verarbeitet. Für größere und schwerere Ersatzteile steht eine eigene Halle bereit.
Von dem neuen Zentrum verspricht sich Renault eine deutliche Verkürzung der Bearbeitungs und Lieferzeiten, von denen am Ende der Kunde in der Renault-Werkstatt profitiert. Beim Bau spielte zudem die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. „Die PV-Anlage liefert so viel Strom, dass wir auch Energie ins Netz einspeisen können. Wir erfüllen mit dem Neubau den Goldstandard bei der Nachhaltigkeit“, erklärt ein Sprecher von Marq Logistics. Im Vergleich zu den alten Gebäuden wird der Energieverbrauch deutlich reduziert, und außerdem sind die Lagerbehälter aus Recyclingmaterial gefertigt.
„Mit dem neuen Logistikzentrum in Brühl“, so Kraft, „stärken wir unser Geschäft in Deutschland und unsere Zusammenarbeit mit unseren Händlern und führen diesen traditionsreichen Standort in die Zukunft.“ (aum)
Veröffentlicht am 19.06.2026










