2026-09-10 10:01:00 Automobile

So lässt sich der Verbrauch reduzieren

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Fotos: GTÜ via Autoren-Union Mobilität

Ein hoher Energieverbrauch bei einem Auto geht schnell ins Geld, und das nicht erst, seit die Kraftstoffpreise Rekordhöhen erreichen. Deshalb lohnt es sich, schon bei der Anschaffung ein sparsames Fahrzeug zu wählen. Mit der richtigen Strategie lässt sich aber bei jedem Automobil der Bedarf an Kraftstoff oder Strom senken, betont die Gesellschaft für Technische Überwachung.

Der wirksamste Hebel für einen niedrigeren Energieverbrauch ist die Geschwindigkeit. Das gilt vor allem auf Fernstraßen mit hohem Reisetempo, denn der Luftwiderstand wächst ungefähr im Quadrat zur Geschwindigkeit. Die Beanspruchung des Motors steigt also bei hohem Tempo stärker als die lineare Zunahme der Geschwindigkeit.

Ein Test der Fachzeitschrift „Auto, Motor und Sport“ vom Januar dieses Jahres zeigt, dass der Energieverbrauch typischer Mittelklassefahrzeuge bei konstant gefahrenen 160 km/h nahezu das Doppelte des Verbrauchs bei Tempo 100 beträgt. Getestet wurden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und mit Elektroantrieb. Wer seine Reisegeschwindigkeit reduziert, senkt somit den Verbrauch. Gleichzeitig kommt ein gemächlicheres Tempo der Verkehrssicherheit zugute, auch weil sich Bremswege verkürzen.

Ein höherer Gang kann helfen, Sprit zu sparen: Je schneller ein Motor dreht, desto mehr verbraucht er. Daraus ergibt sich im Umkehrschluss: Wer früh in den nächsten Gang hochschaltet, spart Sprit. Moderne Automatikgetriebe bieten in vielen Fällen diverse Fahrmodi an. Klar, „Eco“ senkt die Drehzahl, mit „Sport“ oder „Power“ ist der Wagen agiler – bei höherem Energieverbrauch. Eine Besonderheit ist die Rekuperation bei E-Autos: Muss häufig gebremst werden – zum Beispiel bei zahlreichen Ampeln auf der Route –, kann man hier mit einer stärkeren Rückgewinnung von Strom den Verbrauch senken. Oft ist es allerdings sinnvoller, das Fahrzeug „segeln“ zu lassen, statt immer wieder zu bremsen und zu beschleunigen, so die GTÜ.

Dachboxen bieten Platz, wenn der Kofferraum fürs Urlaubsgepäck nicht mehr ausreicht. Aber Aufbauten wie diese stören die Aerodynamik eines Fahrzeugs. Messungen des ADAC haben ergeben, dass ein Auto mit Dachbox bei 130 km/h knapp 20 Prozent mehr verbraucht als ohne diesen Stauraum. Auch hier gilt: Je höher das Tempo, desto stärker wirkt sich der Effekt des zusätzlichen Luftwiderstands aus. Die GTÜ rät daher zu einer angepassten Geschwindigkeit, was auch die Fahrsicherheit erhöht, etwa bei Seitenwind. Noch ein Hinweis: Dachboxen sollten nicht überladen werden, das kann sonst gefährlich werden. Noch drastischer als Aufbauten wirken sich Anhänger auf den Verbrauch aus.

Auch Fahrräder sollten möglichst strömungsgünstig transportiert werden, damit der Verbrauch nicht stärker steigt als notwendig. Bei der Windschlüpfrigkeit schneiden Trägersysteme auf der Anhängerkupplung meistens am besten ab, weil sich die Fahrräder dann teilweise im Windschatten des Autos befinden. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Transport auf dem Autodach ist das bequemere Befestigen der Räder für den Transport. Dabei ist stets auf eine gute Sicherung der Last und auf das Einhalten der zulässigen Stützlast der Anhängerkupplung zu achten.

Zusätzliches Gewicht im Auto erhöht ebenfalls den Energiebedarf. Daher sollte man unnötiges Gepäck nicht dauerhaft mit sich führen. Eine weitere Stellschraube: Wer den Reifendruck regelmäßig kontrolliert und ihn bei stark beladenem Fahrzeug nach den Herstellerangaben erhöht, sorgt für einen niedrigeren Rollwiderstand. Das senkt den Verbrauch – zudem tragen Reifen mit richtigem Luftdruck zur Verkehrssicherheit bei. (aum)

Veröffentlicht am 10.09.2026

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