2026-02-24 00:01:00 Automobile

Sommerreifen-Test: Drei gut, drei nicht empfehlenswert

Carzoom.de
Fotos: ADAC via Autoren-Union Mobilität

Sowohl an kalten Frühlingstagen als auch in der Sommerhitze: Sommerreifen müssen sich in vielen Situationen beweisen. Dass das nicht jedem Produkt gleichermaßen gelingt, zeigt der aktuelle ADAC-Sommerreifentest. Untersucht wurden Reifen in der Dimension 225/50 R17, einer Größe, die häufig bei Mittelklassefahrzeugen zum Einsatz kommt. Neben dem Fahrverhalten und der Bremsperformance auf trockener und auf nasser Fahrbahn flossen auch Umweltprüfungen (zum Beispiel Laufleistung und Kraftstoffverbrauch) in das Gesamtergebnis ein.

Drei Modelle wurden vom ADAC mit „gut“ bewertet: Der Continental Premium Contact 7 liegt mit dem Gesamturteil 1,9 vor. Er hat zudem mit deutlichem Abstand die beste Bewertung in der Fahrsicherheit, wobei er sowohl auf trockener als auch nasser Fahrbahn nur knapp eine sehr gute Bewertung verpasst. Dahinter folgen der Pirelli Cinturato C3 (Gesamturteil 2,2) und der Goodyear Efficient Grip Performance 2 (Gesamturteil 2,3), ebenfalls mit „gut“ bewertet. Auf dem vierten Platz landet mit dem Firestone Roadhawk 2 (Gesamturteil 2,6) ein Reifen, der eigentlich gute Fahrleistungen aufweist. Die Umweltbilanz (Urteil 3,0) ist aus Sicht des ADAC allerdings nur zufriedenstellend und kostet eine gute Gesamtbewertung.

Erfreulich für die Verbraucher: Die meisten Testkandidaten sind mindestens bedingt empfehlenswert. Nur auf drei Reifen trifft diese Aussage nicht zu – nämlich auf die Modelle Lassa Revolva (Gesamturteil 3,6), Leao Nova-Force Acro (Gesamturteil 3,8) und Linglong Sport Master (Gesamturteil 4,2). Sie sind in den Fahrleistungen nicht zufriedenstellend und mit Ausnahme des Lassa auch in der Umweltbilanz nur ausreichend. Der Linglong ist dabei ein gutes Beispiel für eine unausgewogene Reifenentwicklung: Er erreicht auf nasser Fahrbahn zwar die beste Einzelwertung im Testfeld (Urteil 1,5), hat auf trockener Fahrbahn aber merkliche Probleme (Urteil
3,8). Schlussendlich enttäuscht der in Serbien produzierte Reifen mit der prognostizierten Laufleistung von nur gut 26.000 Kilometern. Zum Vergleich: Käufer des Drittplatzierten Goodyear dürfen mit einer mehr als doppelt so großen Laufleistung (57.800 Kilometer) rechnen.

Wer sich einen neuen Sommerreifen kaufen will, sollte aus Sicht des ADAC zu einem Produkt greifen, das möglichst ausgewogene Leistungen über alle Kriterien zeigt. Das EU-Reifenlabel allein ist nach Ansicht des Automobilclubs kein Maßstab. Selbst Reifen mit einem B- oder C-Nasslabel können im Test mangelhafte Leistungen zeigen.

Hat man sich für ein Modell entschieden, sollte der Blick auf das Produktionsdatum (DOT-Nummer auf der Reifenflanke) fallen: Der ADAC empfiehlt, beim Kauf auf möglichst junge Reifen zu achten, idealerweise nicht älter als zwei Jahre. Das die Reifenhersteller ihre Modelle regelmäßig weiterentwickeln und teilweise jede Saison kleinere Verbesserungen einfließen lassen, bietet ein jüngerer Reifen die bestmögliche Leistung. (aum)

Veröffentlicht am 24.02.2026

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