TÜV-Report 2026: Zustand deutscher Busse deutlich schlechter
Besonders kritisch ist die Entwicklung bei jüngeren Bussen. Bereits ein Jahr nach der Neuzulassung fällt laut TÜV-Verband jeder zehnte Bus durch die HU, bei vier Jahre alten Fahrzeugen weist bereits gut jeder fünfte Bus erhebliche Mängel auf. „Insbesondere jüngere Fahrzeuge schneiden bei den Prüfungen schlechter ab. Bereits ein Jahr nach der Neuzulassung fällt jeder zehnte Bus durch die HU“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband. Er sieht wirtschaftlichen Druck in der Branche als mögliche Ursache. „Das führt offenbar dazu, dass sie der Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge nicht die nötige Aufmerksamkeit widmen. Das geht über kurz oder lang zulasten der Verkehrssicherheit“, so Goebelt.
Für den Report wurden rund 67.000 Hauptuntersuchungen aus den Jahren 2024 und 2025 ausgewertet. Mit zunehmendem Fahrzeugalter steigen die Mängelquoten weiter: Bei fünf Jahre alten Bussen liegt der Anteil erheblicher oder gefährlicher Mängel bei 21 Prozent, bei 15 Jahre alten Fahrzeugen bei 24,1 Prozent. 2024 registrierte das Statistische Bundesamt zudem 6118 Unfälle mit Personenschaden unter Beteiligung von Reise- oder Linienbussen. Dabei kamen 61 Menschen ums Leben. (aum)
Veröffentlicht am 21.05.2026
NutzfahrzeugeUnternehmenTÜV-VerbandSicherheit & VerkehrReisenBusseTÜV-Report Omnibus 2026



