Unschlagbar günstig: GWM stellt den Ora 5 mit zweierlei Antrieben und sattem Rabatt vor
Konventionell mit einem 1,5-Liter-Turbobenziner motorisiert oder mit einem Hybridantrieb geht das jüngste SUV von Great Wall Motor jetzt an den Start. Der Ora 5 positioniert sich mit einer Länge von 4,47 Meter im stark besetzten und volumenstarken C-Segment. Anfang 2027 folgen eine vollelektrische und eine Plug-In-Variante, außerdem kündigt die Marke eine Schrägheck-Ausführung und einen Kombi für die Ora-Baureihe an.
Die Linienführung des China-SUV ist modern und von Rundungen geprägt. Vorne war wohl manches Porsche-Modell inspirierend, einige VW-Beetle-Gene stecken außerdem in den runden Kulleraugen-Scheinwerfern. Die Schulterlinie steigt dynamisch an, das Heck wirkt leicht verspielt und dennoch wuchtig. Optisch muss sich der Ora keineswegs hinter anderen Vertretern des Segments verstecken, den süßen Lautsprecherverkleidungen, die an einen Turbolader-Rotor erinnern, wohn sogar ein gewisser Zauber inne. Der Innenraum selbst macht einen ruhigen und sachlichen Eindruck, ein 12-Zoll-Display übermittelt alle relevanten Fahrdaten, ein 14,6 Zoll messender Touchscreen in der Mitte der Schalttafel ist für das Gros der Bedienung zuständig. Lediglich zwei Wippschalter am griffigen Lenkrad und nur vier glänzend verchromte Schalter über der Mittelkonsole erlauben den direkten Zugriff auf Sitzheizung, Klimaautomatik, Warnblinker und Heckscheibenheizung.
Die Schar der Assistenten kann nur per Bildschirm gebändigt werden, während der Fahrt ist das keine gute Idee, denn Tempowarnung, Spurhaltewächter und Querverkehrswarnung sind auf verschiedene Menüs verteilt. Sehr hilfreich ist jedoch die 360-Grad-Kamera, die nicht nur in die Ferne blickt sondern den Wagenboden gläsern macht. So lassen sich Objekte erkennen, die beim Parken eventuell Schaden anrichten könnten.
Der vom Verbrennungsmotor angetriebene Ora 5 mobilisiert 160 PS (118 kW) und sprinted in 9,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. 190 km/h liegen bei Höchstgeschwindigkeit an, das Drehmoment erreicht seinen Spitzenwert mit 270 Newtonmeter. Laut WLTP-Norm verbraucht der unbeladen 1560 Kilogramm schwere Viertürer 6,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer, kein besonders günstiger Wert, der ihm die Emissionsklasse F beschert. Dagegen gibt es einen halbwegs angemessenen, 422 bis 1120 Liter großen Kofferraum, und als Anhängelast werden dieser Version 1200 Kilogramm bei gebremsten Anhängseln gestattet.
Auf 5,1 Liter für 100 Kilometer sinkt der Verbrauch beim Hybrid-Modell, das Kofferraumvolumen allerdings ebenfalls und zwar auf 390 bis 1088 Liter. Zugeständnisse fordert außerdem die Anhängelast, die mit 750 Kilogramm eher bescheiden ausfällt. 150 PS (110 kW) und 240 Nm Drehmoment stellt der Benzinmotor bereit, der auch hier einen Hubraum von 1,5 Liter hat. Deutlich kräftiger ist sein elektrische Kollege, der 190 PS (140 kW) liefert und 236 Nm Drehmoment stemmt. Gespeist wird er von einer Nickel-Kobalt-Mangan-Batterie, die 1,03 kWh speichert. Das reicht für ordentliche Unterstützung beim Beschleunigen, bei einer Systemleistung von 223 PS (164 kW) und 476 Nm Drehmomentspitze schafft der Ora 5 Hybrid den Standardsprint in nur 7,7 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 185 km/h.
Die Platzverhältnisse im Innenraum sind überaus üppig und fahren lassen sich beide Versionen höchst kultiviert. Einzig das siebengängige Doppelkupplungsgetriebe des Verbrenners muckt beim Anfahren gelegentlich, die Dosierung der Kraft will gelernt sein, wenn der Start nicht mit einem kräftigen Hüpfer verbunden sein soll. Erstmal in Fahrt verwöhnt er dann jedoch mit eher leisem Motorgeräusch und einer sehr komfortablen Federung. Karosserieneigungen bleiben dennoch im Rahmen, die Lenkung kann in drei Stufen an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.
Die große Überraschung stellt sich dann beim Studium der Preisliste ein. Unter Berücksichtigung des Rabattes, den GWM unter dem Titel „Go with more“ noch bis zum Jahresende in Höhe von 2000 Euro anbietet, kostet die üppig ausgestattete Verbrenner-Version „Premium“ schlanke 24.990 Euro. Die „Luxury“-Ausführung, bei der unter anderem nicht nur der Fahrer- sondern auch der Beifahrersitz elektrisch verstellbar ist, bekommt zusätzlich eine elektrische Heckklappenöffnung, Sitzbezüge aus Ledernachbildung, Privacy-Verglasung hinten, elektrisch klapp- und beheizbare Spiegel, Lenkradheizung, Ladeschale und Sitzbelüftung vorn, kostet mit Nachlass 27.490 Euro. Für den Hybrid werden je nach Version 26.990 oder 29.490 Euro fällig. Dazu gibt es eine Garantie über sieben Jahre oder 150.000 Kilometer Fahrtstrecke, beim Hybrid gilt sie sogar acht Jahre und 160.000 Kilometer.
Für das Jahr 2026 erwartet Geschäftsführer Johannen Brandenburger 2000 Verkäufe in Deutschland, die Erweiterung der Modellpalette um gleich mehrere Fahrzeuge bis Ende 2027 wird für eine deutliche Absatzsteigerung sorgen. Die Vermarktung bleibt klassisch, was gewiss zu den Grundsätzen des Importeurs, der Emil Frey GmbH in Friedberg zählt. 120 Händler verkaufen die GWM-Fahrzeuge in Deutschland, auch hier ist die Tendenz steigend. An eine Produktion in Europa für Europa einzelner Modelle werden zur Zeit bei GWM allerdings nicht nachgedacht. (aum/mk)
Veröffentlicht am 28.08.2026








