Vorstellung Mercedes C-Klasse elektrisch: Das Baby ist erwachsen
Unübersehbares Erkennungsteichen des neuen Modells ist die wuchtige Frontpartie mit 1.050 illuminierten Dots und das coupéhafte Fließheck, unter dem sich ein 470 Liter fassendes Gepäckabteil verbirgt. Wie die Vorgängerversionen übernimmt die elektrische C-Klasse auch in der neuen Auslegung wieder Elemente der Topmodelle des Hauses, in diesem Fall vom EQS. Nicht nur beim Design orientierten sich die Entwickler an der S-Klasse, auch sonst war die Top-Limousine Vorbild. Mercedes verspricht dann auch „auf langen Strecken ein geschmeidiges Fahrverhalten wie bei einer S-Klasse“. Dazu tragen die 4,5-Grad-Hinterachslenkung und die Luftfederung Airmatic bei, die eine vorausschauende Dämpfung bietet und, so ein Markensprecher, „die elektrische Limousine zu einem äußerst agilen Kurvenjäger“ befördert.
Nicht nur das Außendesign nimmt Anleihen an den größeren Modellen, auch der Innenraum ist entsprechend gestaltet und dank eines um knapp zehn Zentimeter gewachsenen Radstands deutlich großzügiger dimensioniert. Das serienmäßige Panoramadach verbessert zudem die Kopffreiheit vorne und hinten und gegen Aufpreis lässt sich der Lichteinfall auf die individuellen Ansprüche einstellen. Zusammen mit der Ambientebeleuchtung erstrahlen nachts bei Bedarf 162 Sterne über den Insassen. Wie beim EQS erstreckt sich der (optionale) 99,3 Zentimeter messende Hyperscreen über die gesamte Breite des Innenraums. Gleichzeitig erleichtern analoge Schalter die Bedienung.
Für den Menschen hinter dem Lenkrad und seine Begleiter wurden neue Sitze entwickelt, die sich den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Hinzu kommen eine Massagefunktion über die gesamte Fläche der Rückenlehne und Sitzbelüftung. Die gewählten Materialien sind – keine Überraschung – hochwertig, und wie beim GLC rollt die neue C-Klasse auf Wunsch auch mit einem vegan zertifizierten Innenraum zu den Kunden. Bei der Klimatisierung gehört die elektrische C-Klasse zu den schnellen Heizern. Bei Fahrten in der Kälte soll sich der Innenraum, verspricht Mercedes, doppelt so schnell aufheizen wie in konventionell angetriebenen Modellen. Für Freunde hochwertiger musikalischer Erlebnisse bietet Mercedes eine „aktive Ambientebeleuchtung mit Soundvisualisierung“. Dabei erzeugen die Taktfolgen rasche Lichtwechsel, und mit dem optionalen Burmester-Soundsystem wird die Musik über zwei Körperschallwandler in den Rückenlehnen der Frontsitze auch körperlich fühlbar.
Als Antrieb kommt beim C 400 4Matic, der zum Verkaufsstart bei den Händlern stehen wird, ein 360 kW leistender E-Motor zum Einsatz, der von einem 94 kWh starken Akku mit Energie versorgt wird. Zusammen mit der 800-Volt-Technologie soll innerhalb von zehn Minuten eine Reichweite von bis 350 Kilometern geladen werden. Insgesamt verspricht Mercedes, auch dank des Cw-Werts von 0,22, bis zu 762 Kilometer Reichweite. Aus dem Stand ist Tempo 100 km/h nach vier Sekunden erreicht, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Als Verbrauch meldet Mercedes 14,1 bis 18,5 kWh. Außerdem ist die Limousine für bidirektionales Laden vorbereitet und mutiert so zu einem rollenden Energiespeicher.
Die elektrische C-Klasse ist wie der EQS mit einem Zweiganggetriebe an der Hinterachse ausgerüstet, wobei der erste Gang für die Beschleunigungswerte und der zweite Gang für die Leistungsentfaltung bei hohen Geschwindigkeiten zuständig ist. Wie die Verbrenner-Version kommt auch die elektrische C-Klasse mit einem vollständigen Angebot an Assistenzsystemen zu den Kunden. Dazu gehört auch der Abstands-Assistent Distronic, und außerdem unterstützen bis zu 27 Kameras den Menschen hinter dem Lenkrad. Aktuell bleibt die Limousine die einzige Version der elektrischen C-Klasse. Ob später noch eine Kombiversion aufgelegt werden wird, ist noch nicht entschieden. (aum)
Veröffentlicht am 20.04.2026
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