ZF produziert 500 000. aktive Hinterachslenkung
Die Hinterachslenkung AKC bietet insbesondere in kritischen Fahrsituationen und bei Bremsmanövern Vorteile. Bei langsamer Fahrt durch enge Straßen lenkt das System in Gegenrichtung zum Lenkeinschlag der Vorderräder, so verkleinert sich der Wendekreis um bis zu zehn Prozent, ein Pkw lässt sich dadurch wesentlich einfacher manövrieren. Bei höheren Geschwindigkeiten, das heißt ab etwa 60 km/h sowie zum Beispiel bei Ausweichmanövern, schlägt die AKC die Hinterräder in dieselbe Richtung wie die Vorderräder ein. Das verbessert die Richtungsstabilität ebenso wie die Fahrdynamik. Darüber hinaus unterstützt AKC das automatisierte Fahren beziehungsweise die dabei geforderte Systemredundanz, denn es kann ein Fahrzeug zum Teil auch ohne die Vorderradlenkung steuern.
ZF bietet Herstellern die aktive Spurverstellung in zwei Varianten an. Bei sogenannten Dualstellern wird je ein Aktuator am linken und rechten hinteren Rad platziert. Diese Ausführung feierte 2013 ihre Serienpremiere. Sie ist besonders für Sportwagen geeignet, da sie wertvollen Bauraum an der zentralen Hinterachse spart – also dort, wo bei diesen Fahrzeugen Motor, Tank oder andere Komponenten platziert sind. Das Zentralsteller-Modell – mit einem einzigen, dafür größer und mittig platzierten Aktuator – wird hingegen gerne in Limousinen, Pick-ups oder SUV montiert. (ampnet/jri)
Veröffentlicht am 26.06.2019
