20.03.2022 - Sie war für ihre Verhältnisse in den vergangenen Monaten auffällig still, doch jetzt scheint die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unter ihren beiden Bundesgeschäftsführern Jürgen Resch und Sascha Müller-Kraenner aus dem Winterschlaf erwacht zu sein. Ihr jüngstes Feindbild: Der Einsatz von sogenannten Agrarkraftstoffen sowie synthetischen e-Fuels im Straßenverkehr. Die sind nämlich den selbst ernannten Umweltschützern, die den zweitgrößten Posten ihrer 2020 knapp zwölf Millionen Euro Vereins-Einnahmen aus sogenannter „ökologischer Marktüberwachung“ beziehen, wie nach DUH-Sprech Abmahnungen verklausuliert werden, samt und sonders ein Dorn im Auge.
20.03.2022 - Strombasierte Kraftstoffe sind notwendig, um die ambitionierten Klimaschutzziele im Straßenverkehr und in der Schifffahrt zu erreichen. Im Luftverkehr sind sie sogar alternativlos, vor allem für die Langstrecke, sagt Prof. Manfred Aigner, langjähriger Direktor des DLR-Instituts für Verbrennungstechnik und Experte auf dem Gebiet der alternativen Kraftstoffe. Wenn der CO2-Ausstoß in Deutschland bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent gesenkt und bis 2045 Klimaneutralität erreicht werden soll, brauche es diese Kraftstoffe zusätzlich zu alternativen Antrieben und allen anderen Verbesserungsmöglichkeiten.
18.03.2022 - Bis zum Ende des Jahrzehnts will Renault 90 Prozent seiner Modelle nur noch batterieelektrisch anbieten. Kernkompetenz in Sachen Elektromobilität können die Franzosen schon lange vorweisen. Schließlich zählt der kleine Renault Zoe zu einem der Elektropioniere der Neuzeit, der seit 2013 mit weit über 400.000 verkauften Exemplaren die Bestsellerlisten unter den meistverkauften Stromern in Europa anführt.
17.03.2022 - In der Diskussion um die Sicherheit der Energieversorgung meldet sich jetzt auch die e-Fuel Alliance zur Wort. Wenn in Deutschland rasch mit dem Aufbau einer Industrie für synthetische Kraft- und Brennstoffe begonnen würde, dann stünden nach Einschätzung von Geschäftsführer Ralf Diemer bereits 2025 „erste Mengen zu bezahlbaren Preisen“ zur Verfügung. „Wir sind überzeugt, erneuerbare Kraftstoffe können bis zu 70 Prozent des russischen Rohölimports bis 2030 ersetzen, wenn die Treibhausgasminderungsquote auf 20 Prozent in der Revision der Renewable Energy Directive festgelegt wird“, meint Allianz-Sprecherin Monika Griefahn, Mitbegründerin von Greenpeace und ehemalige Umweltministerin von Niedersachsen. Zusätzlich könnten dadurch rund 60 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
14.03.2022 - Der Stimmungswechsel, den die Meinungsforscher von Forsa jetzt bei ihrer 2022er Autostudie vorfanden, lässt aufhorchen. Zwar fand die im Auftrag der Targo-Bank im Februar 2022 erstellte Studie die Popularität von E-Autos im Vergleich zu älteren Ergebnissen ebenso bestätigt wie die sinkende Sympathie für den Verbrenner. Doch fand die im Auftrag der Targo-Bank erstellte Studie bleiben die Bedenken gegen einen Wechsel auf 100 Prozent Elektro hoch. Stärker als in den Vorjahren wird die Umweltfreundlichkeit von E-Autos angezweifelt.
10.03.2022 - BMW unterstützt die Bestrebungen der Europäische Kommission zur Umsetzung der AFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) zum parallelen Aufbau von Wasserstoff-Tankstellen und einer elektrischen Lade-Infrastruktur. „Wir wünschen uns sogar eine noch ambitioniertere Ausgestaltung und frühere Umsetzung“, sagte heute Jürgen Guldner, Leiter BMW Group Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie und -Fahrzeugprojekte. Der AFIR-Entwurf sieht vor, in allen Mitgliedsstaaten 700-bar-Wasserstoff-Tankstellen entlang der Hauptverkehrsstraßen in einem maximalen Abstand von 150 Kilometern zu errichten. BMW fordert nun, die Abstände bis 2027 auf 100 Kilometer zu verringern.
08.03.2022 - Große Worte zeitigen oft große Zahlen. In seiner historischen Rede am Sonntag, 27. Februar 2022, vor dem Bundestag spricht Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) von 100 Milliarden für die Ausrüstung der Bundeswehr. Die historische Sonntagsrede nutzte Finanzminister Christian Lindner (FDP) für sein großes Wort: „Erneuerbare Energien lösen uns von Abhängigkeiten. Erneuerbare Energien sind deshalb Freiheitsenergien.“ Die große Zahl dazu folgt kaum eine Woche später. Lindner und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) einigen sich auf ein 200-Milliarden-Euro-Paket für Klimawende und größere Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten.
06.03.2022 - Das Mitarbeiter-Team TGR-E United von Toyota Gazoo Racing Europe wird beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Ende Mai ein Fahrzeug mit synthetischem Kraftstoff einsetzen. Der Sprit namens Racing e-Fuel 98 ist nahezu CO2-neutral. Betankt wird damit ein Toyota GR Supra GT4, der in der Motorsport-Zentrale in Köln entwickelt und mit einem seriennahen 3,0-Liter-Sechszylinder bestückt ist. Er wurde speziell für den Renneinsatz optimiert und leistet 430 PS (320 kW).
02.03.2022 - Der Krieg in der Ukraine hat auch in Deutschland die Diskussion um die Sicherheit der Energieversorgung entfacht. Aus Sicht des Bundesverbands mittelständischer Mineralölunternehmen Uniti sollte die Bundesregierung eine Importstrategie für Grüne Energien und Energieträger entwickeln. Sie würde nicht nur Klimaschutz fördern, sondern auch die Abhängigkeit von nur wenigen Förderländern bei fossilen Energieträgern reduzieren. Eine rein autarke Energieversorgung hält Uniti für illusorisch.
01.03.2022 - Uniti startet heute die Kampagne „E-Fuels verstehen und gewinnen“. Damit will der Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen über CO2-neutrale synthetische Kraftstoffe informieren. Autofahrer können dabei einen von 130 Tankgutscheinen im Wert von bis zu 1000 Euro gewinnen. Unterstützt wird die bundesweite Aktion von Tankstellen, Heizölhändlern und Kfz-Betrieben.
28.02.2022 - Mit dem Mazda 2 Bio Concept startet der japanische Autohersteller mit Biodiesel in der japanischen Super-Taikyu-Langstreckenserie. Der Vierzylinder des Fahrzeugs wird mit 100-prozentigem Biodiesel der nächsten Generation betrieben. Der „Susteo“ genannte Kraftstoff stammt von der Firma Euglena und wurde aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.
23.02.2022 - Wie Volkswagen insgesamt verfolgt auch Audi das Ziel, bis 2050 zuerst mit batterieelektrischen Fahrzeugen klimaneutral zu werden. Aber es geht auch anders. So kümmern sich die Ingolstädter auch um die Zukunft ihrer Verbrennungsmotoren. Das Unternehmen gibt nun viele seiner aktuellen Diesel für den regenerativen HVO-Kraftstoff frei. Audi-V6-Diesel bis einschließlich 210 kW (286 PS), die seit Mitte Februar ausgeliefert werden, können HVO-Kraftstoff nach der europäischen Norm EN 15940 tanken.