Klimaschutz - Aktuelle Meldungen

Möglicher Förderstopp bei Hybridfahrzeugen verspielt Verbrauchervertrauen
14.04.2022 - "Die Überlegungen, die Förderung für Plug-in Hybride auslaufen zu lassen, gefährdet in einer ohnehin angespannten Zeit den Hochlauf der E-Mobilität und ignoriert die Lebenswirklichkeiten der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland“, erklärte Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie. Und auch Reinhard Zirpel, der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und Thomas Peckruhn, der Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) halten sich bei ihrer Kritik nicht zurück.
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Habeck will Plug in-Hybrid-Förderung ab Jahresende streichen
14.04.2022 - Bisher zahlt der Staat Käufern von Hybridfahrzeugen zwischen 4500 und 6750 Euro Zuschuss. Diese Förderung der teilelektrischen Fahrzeuge will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck offenbar streichen, anders als im Koalitionsvertrag vorgesehen schon zum Ende dieses Jahres. Die Begründung: Plug in-Hybride sind nur dann umweltfreundlich, wenn sie elektrisch betrieben werden. Das funktioniert aber nur auf Kurzstrecken – etwa innerhalb einer Innenstadt. Auf Langstrecken übernimmt dann der Verbrennungsmotor mit den für ihn typischen Verbrauchswerten den Vortrieb, bringt daher keine Effekt bei den CO2-Emissionen.
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Die Richtgeschwindigkeit ist mehr als eine Empfehlung
14.04.2022 - Tempo 130 soll heute helfen, Deutschlands Abhängigkeit vom Öl zu minimieren. Mehr als eine Million Tonnen Kraftstoff (maximal ein Prozent) sollen so eingespart werden können, sagen die einen Experten. Andere nennen ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen einen symbolischen Akt ohne Effekt. Sie verweisen darauf, dass schon die Mess- und Rechenfehler der positiven Studien größer sind als der angebliche Effekt auf Verbrauch und Klimaschutz. Anders sieht es aus mit der rechtlichen Wertung der Richtgeschwindigkeit auf unseren Fernstraßen.
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Sauber auf der ganzen Linie
12.04.2022 - Um mindestens die Hälfte will Mercedes-Benz die Kohlendioxid (CO2)-Emissionen pro Personenwagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg im Vergleich zu den 2020er Werten bis zum Ende dieses Jahrzehnts senken. Dies war eines der Ziele, formuliert gestern von Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, bei der ersten digitalen Konferenz „Environment, Social and Governance“ (ESG-Konferenz) für Investoren und Analysten.
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Schauspieler David Kross gibt mit Seat Gas
06.04.2022 - Der deutsche Schauspieler David Kross („Der Vorleser“, „Die Vermessung der Welt“) hat sich als Seat-Markenbotschafter aus der Produktpalette der spanischen VW-Tochter ganz bewusst für einen Leon 1.5 TGI Sportstourer mit Erdgasantrieb entschieden. „Alternative Antriebe werden immer wichtiger“, sagt der 31-jährige Künstler, „denn so, wie es jetzt gerade ist, kann es ja nicht weitergehen. Deshalb fahre ich gerade sehr gerne ein CNG-Auto.“
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Tempolimit und Sonntags-Fahrverbot nur für Elektroautos?
01.04.2022 - Zeiten wie diese ändern die Sicht auf die Dinge oft sogar gegen festgefügte Grundsätze. Robert Habeck, der Philosoph der Grünen mit dem wilden Hemdkragen über der ungewohnten Krawatte und jetzige Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, hatte vor dem Putin-Krieg Großes vor. Doch jetzt bringt er Deutschland eilig in Stellung mit einer Einkauftour bei Potentaten und kürzlich mit der Aktivierung des Notfallplans Gas. Das hat Konsequenzen für den Autofahrer.
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Interview Hildegard Müller: „Wir brauchen ambitioniertere Quoten für e-Fuels“
28.03.2022 - Politik und Autohersteller haben sich in puncto Straßenverkehr auf die Elektromobilität als Lösung für die Klimakrise eingeschworen – zumindest was Europa betrifft. Doch auch zum Ende des Jahrzehnts wird es allein in Deutschland noch um die 30 Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren geben und die Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität hängt nach noch weit hinter dem Bedarf zurück. Walther Wuttke, Geschäftsführer der Autoren-Union Mobilität, sprach mit VDA-Präsidentin Hildegard Müller über ihre Ansichten und Einschätzung des augenblicklichen Wandels in der Automobilindustrie.
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Europäische Zulieferer stellen sich gegen Elektro-Dogmatismus
28.03.2022 - Die Linie der EU ist klar: Nur mit batteriegetriebenen Autos lässt sich der CO2-Ausstoß nachhaltig verringern, gar auf null reduzieren. Doch der Umstieg hakt, viele Käufer vertrauen weiterhin auf Verbrennungsmotoren oder verzichten zumindest auf den Neukauf eines Autos. Es gibt eine andere Lösung: Saubere Kraftstoffe, mit denen der CO2-Ausstoß auf null reduziert werden kann, sogar mit existierenden Autos. Doch die EU-Behörden weigern sich, diese Lösung anzuerkennen, beharren auf E-Autos. Jetzt ist der CLEPA, dem mächtigen Verband der europäischen Automobilzulieferer, der Kragen geplatzt.
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Kommentar: Die Mär vom allein seligmachenden E-Auto
20.03.2022 - Sie war für ihre Verhältnisse in den vergangenen Monaten auffällig still, doch jetzt scheint die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unter ihren beiden Bundesgeschäftsführern Jürgen Resch und Sascha Müller-Kraenner aus dem Winterschlaf erwacht zu sein. Ihr jüngstes Feindbild: Der Einsatz von sogenannten Agrarkraftstoffen sowie synthetischen e-Fuels im Straßenverkehr. Die sind nämlich den selbst ernannten Umweltschützern, die den zweitgrößten Posten ihrer 2020 knapp zwölf Millionen Euro Vereins-Einnahmen aus sogenannter „ökologischer Marktüberwachung“ beziehen, wie nach DUH-Sprech Abmahnungen verklausuliert werden, samt und sonders ein Dorn im Auge.
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Ohne strombasierte Kraftstoffe kein Klimaschutz
20.03.2022 - Strombasierte Kraftstoffe sind notwendig, um die ambitionierten Klimaschutzziele im Straßenverkehr und in der Schifffahrt zu erreichen. Im Luftverkehr sind sie sogar alternativlos, vor allem für die Langstrecke, sagt Prof. Manfred Aigner, langjähriger Direktor des DLR-Instituts für Verbrennungstechnik und Experte auf dem Gebiet der alternativen Kraftstoffe. Wenn der CO2-Ausstoß in Deutschland bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent gesenkt und bis 2045 Klimaneutralität erreicht werden soll, brauche es diese Kraftstoffe zusätzlich zu alternativen Antrieben und allen anderen Verbesserungsmöglichkeiten.
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E-Fuels könnten 70 Prozent der russischen Ölimporte ersetzen
17.03.2022 - In der Diskussion um die Sicherheit der Energieversorgung meldet sich jetzt auch die e-Fuel Alliance zur Wort. Wenn in Deutschland rasch mit dem Aufbau einer Industrie für synthetische Kraft- und Brennstoffe begonnen würde, dann stünden nach Einschätzung von Geschäftsführer Ralf Diemer bereits 2025 „erste Mengen zu bezahlbaren Preisen“ zur Verfügung. „Wir sind überzeugt, erneuerbare Kraftstoffe können bis zu 70 Prozent des russischen Rohölimports bis 2030 ersetzen, wenn die Treibhausgasminderungsquote auf 20 Prozent in der Revision der Renewable Energy Directive festgelegt wird“, meint Allianz-Sprecherin Monika Griefahn, Mitbegründerin von Greenpeace und ehemalige Umweltministerin von Niedersachsen. Zusätzlich könnten dadurch rund 60 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
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Der lange Weg zur Freiheitsenergie
08.03.2022 - Große Worte zeitigen oft große Zahlen. In seiner historischen Rede am Sonntag, 27. Februar 2022, vor dem Bundestag spricht Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) von 100 Milliarden für die Ausrüstung der Bundeswehr. Die historische Sonntagsrede nutzte Finanzminister Christian Lindner (FDP) für sein großes Wort: „Erneuerbare Energien lösen uns von Abhängigkeiten. Erneuerbare Energien sind deshalb Freiheitsenergien.“ Die große Zahl dazu folgt kaum eine Woche später. Lindner und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) einigen sich auf ein 200-Milliarden-Euro-Paket für Klimawende und größere Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten.
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