Kommentare - Aktuelle Meldungen

28.01.2021 - Es ist eine mehr als düstere Analyse, die einige Börsenspezialisten der Deutschen Bank jüngst veröffentlichten. Die deutsche Automobilindustrie, so meinten sie unheilschwanger, bewege sich unaufhaltsam auf einen Abgrund zu. Mit der Schlagzeile „Detroit lässt grüßen“ überschrieben sie acht Seiten einer Untersuchung zur „Zukunft des Automobilstandorts Deutschland“, in der sie den Teufel an die Wand malen und eine Parallele zur einstigen „Motor City“ zwischen Lake St. Clair und Erie-See im US-Bundesstaat Michigan ziehen.
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28.01.2021 - Die Sprache lebt. Und auch der Duden ist nicht mehr das, was er früher einmal war – ein sicherer Ratgeber für Grammatik und Rechtschreibung. Schon das Wort „gendergerecht“ hätte nicht in seine Spalten rutschen dürfen. Hier werden hemmungslos zwei Sprachen gemischt, ein englisches Wort brutal eingedeutscht. Der Duden hat eine Begründung dafür, denn er beobachtet die Entwicklung der Sprache. Dabei verliert er zusehends seine wesentliche Aufgabe aus dem Blick, die deutsche Sprache zu pflegen.
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24.01.2021 - Hugh, wir haben gesprochen. Nicht nur die Hopi-Indianer mahnen zur Vernunft beim Ressourcenabbau. Rund 60 Referenten und gut 500 Teilnehmer haben sich in der vergangenen Woche zum Fachkongress für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2021“ im Internet getroffen. Nicht zum ersten Mal. Es war die 18. Veranstaltung dieser Art und der Konsens lautete wie immer: Es gibt Alternativen zum fossilen Brennstoff.
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24.01.2021 - Kennen Sie den? Antwortet ein Stotterer auf die Frage, warum er den Job als Nachrichtensprecher nicht bekommen hat, mit: „Ich b-b-b-in in der falschen Partei“. Und schon habe ich mir leichtfertig eine gelb-rote Karte der neuen Selbstgerechten kassiert, Und dennoch muss die Frage erlaubt sein, denn seit Neuerem sind alle unsere Nachrichtensprecher offenbar in der richtigen Partei. Sie alle stoßen an, stottern also. Achten sie mal zum Beispiel auf die Tagesschau, wenn die Damen über Politiker…innen sprechen.
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16.01.2021 - Corona verhindert, dass Autojournalisten die neuen Modelle in der Praxis erleben. Vor Covid-19 legten alle Hersteller gesteigerten Wert darauf, ihren Neuen mit den Komplimenten und kritischen Bemerkungen sachkundiger Medien auf den Markt zu schicken. Doch die Pandemie mit dem Zwang zu viralen Premieren nutzen viele Marketing-Verantwortliche in Unternehmen nun, neue Formen zu entwickeln, in denen die Erfahrung von Fachjournalisten ersetzt wird durch platte Werbung. Leider zählt ausgerechnet das Unternehmen mit der größten Tradition und dem größten Vertrauensvorschuss zu den Pionieren beim Ersatz von Influencern. Die Marketing-Verantwortlichen werden auf ihre Vorreiterrolle stolz sein.
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14.01.2021 - Es klang zu schön, um wahr zu sein: Ein neues Elektroauto für nur 10.000 Euro – die großzügigen Subventionen natürlich eingerechnet. Der chinesische Hersteller Suda macht es mit seinem Modell SA01 möglich; es wird seit wenigen Monaten in Deutschland vermarktet. Doch jetzt hat der ADAC mit einer atemlosen Pressemeldung Wasser in den Wein gegossen: Der Fernost-Stromer sei unsicher.
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12.12.2020 - Mea culpa. Nicht einmal ich bin ohne Fehl, habe ich doch das Wort Verbrennungsmotor bisher auch immer verwendet als eine Bezeichnung für die Maschinen unter der Motorhaube eines Personenwagens und als Synonym für das Böse in der Welt, für den Gott-sei-bei-uns der Mobilität. Deutlich weniger Verachtung ziehen bei den Gläubigen allerdings die Flugzeugtriebwerke auf sich oder die Schiffmaschinen – besonders die in Kreuzfahrtschiffen.
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04.12.2020 - Einsicht oder Panik? Der BUND kommentiert heute Ergebnisse der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) mit der Überschrift: „NPM-Werkstattbericht alternative Kraftstoffe: Wichtiges Instrument für den Klimaschutz – Aber als künstliche Lebenserhaltungsmaßnahme für Verbrennungsmotoren ungeeignet“. Nun ist der Betrachter hin-und hergerissen: Zeigt der Zusammenhang von Wasserstoff und Klimaschutz, dass es auch im BUND nun unter den Blinden einen Sehenden gibt, nämlich dessen Vertreter in der NPM-Werkstatt? Oder kommt Panik auf, der Verbrennungsmotor könne durch die Wasserstofftechnologie gerettet werden?
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02.12.2020 - Bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister beziehungsweise zur Oberbürgermeisterin von Bonn trafen die Bürger am 27. September mit Blick auf die vergangene und die zukünftige Verkehrspolitik eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Hatte schon Ashok Sridharan (CDU), der an diesem Tag abgewählte Chef der Ex-Bundeshauptstadt, nicht gerade eine glückliche Hand bei der Bewältigung innerstädtischer Verkehrsprobleme gezeigt, so kam es jetzt noch schlimmer, denn seine Nachfolgerin Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen) hat den Autos – nicht nur im Zentrum – schlicht und einfach den Krieg erklärt.
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01.12.2020 - Im Jahre 2013 wirkte es wie ein Menetekel: Ausgerechnet Stuttgart, die Hauptstadt des Automobils, war an die Grünen gefallen. Und damit an eine Partei, zu deren Identitätskern der Kampf gegen das Automobil gehört. Zwei Jahre nach dem Amtsantritt des grünen Ministerpräsidenten Kretschmann wurde nicht nur das „Ländle“, sondern auch seine Hauptstadt grün regiert.
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29.11.2020 - Die Adventszeit naht und der Heilige Abend wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Zeit also für ein paar besinnliche Gedanken und vielleicht auch für eine kleine Weihnachtsgeschichte. Es war also einmal vor gar nicht langer Zeit, da sandte die Stadt Frankfurt am Main ihre Büttel mit dem Auftrag aus, einen Weihnachtsbaum zu beschaffen, der den Platz vor dem Rathaus, Römer genannt, in festlichem Glanz erstrahlen lassen sollte. Dieses Treiben hat Tradition und da der Weihnachtsmarkt mit seinen erleuchteten Buden, Glühwein-Duft und frohem Gesang aus Pandemie-Gründen in diesem Jahr ausfällt, sollte es ein besonders stattliches Exemplar von Baum werden. Nun suchten die Boten nicht etwa im benachbarten Taunus oder dem Odenwald, nein, sie reisten bis ins ferne Österreich – wo sie schließlich fündig wurden.
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26.10.2020 - Das Bessere ist des Guten Feind, formulierte angeblich Voltaire bereits im 18. Jahrhundert. So schlecht ist das Gute also gar nicht; niemand muss sich seiner schämen. Und doch lässt es sich aus Produkt-Pressemeldungen nicht verdrängen. Niemand will dem Vorgänger an den Karren fahren. Deswegen muss der politisch korrekte, mit dem Marketing abgestimmte, mittlerweile bei Pressemappen-Autoren in Fleisch und Blut übergegangene Noch-Komparativ ran. Der Neue ist nicht nur besser, er ist noch besser als der Alte.
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