Umwelt & Verkehr - Aktuelle Meldungen

Synthetische Kraftstoffe für weniger als einen Euro
02.06.2022 - Die auch nach dem Steuerrabatt noch hohen Preise für den Kraftstoff nimmt die „eFuel Allianc“ zum Anlass eine optimistische Perspektive für die Preise der Kraftstoffe aus Kohlendioxid (CO2) und Strom zu entwickelt. Monika Griefahn, die Vorstandsprecherin der Gemeinschaft vieler interessierter Unternehmen von der Mineralölwirtschaft bis zum ADAC, hält auf lange Sicht sogar einen Literpreis von unter einem Euro für möglich. Griefahn verbindet diese Aussage mit der Forderung an Brüssel nach mehr Akzeptanz für synthetischen Kraftstoffe bei den Beschlüssen zu den CO2-Flottenzielen am kommenden Dienstag.
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Interessenverband warnt vor einseitiger Festlegung
31.05.2022 - In der Debatte um ein mögliches Verbrenner-Aus in der EU warnt der Interessenverband e-Fuel Alliance vor einer einseitigen Festlegung auf Batterieantriebe. „Der Verkehrssektor ist für 25 Prozent der CO2-Emissionen weltweit verantwortlich und davon sind vier Fünftel auf der Straße. Wenn man sich das klarmacht, dann darf man sich nicht nur auf eine Technologie festlegen und sie schon gar nicht rechtlich vorschreiben“, sagte Vorstandssprecherin Monika Griefahn. Elektromobilität spiele eine wichtige Rolle für die Nachhaltigkeit des Verkehrs, aber es gebe auch viele Einsatzgebiete, in denen ein Batterieantrieb nicht möglich oder nicht wirtschaftlich sei. Hier könnten synthetische Kraftstoffe ihren Teil zum Klimaschutz beitragen, etwa in der Luft- und Schiffahrt.
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Habeck und wir müssen den Dreck schlucken
25.05.2022 - Robert Habeck wählte das internationale Forum in Davos, um zu erklären, wie wir die Folgen eines Boykotts russischen Gases abmildern können. Die 2500 Politiker und Manager des Weltwirtschaftsforums waren sicher ein verständigeres Publikum, gewohnt im Umgang mit Zwängen. Vor deutschen Umweltschützern wäre ihm die Botschaft sicher nicht so leicht über die Lippen gekommen. Immerhin sollen die Kohle die Rolle des Russengases bei der Stromerzeugung übernehmen.
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Unterwegs: Mit dem Toyota Yaris Cross zu den Ölfeldern im Voralpenland
22.05.2022 - Wer weiß denn sowas? Wo geschah die erste Bohrung nach Erdöl? In Saudi Arabien? In Dubai? In Texas? Alles falsch. Bereits vor mehr 160 Jahren stieß der deutsche Universitätsprofessor Georg Hunaeus bei der Suche nach Braunkohle im niedersächsischen Wietze zufällig auf Öl. Die Hunaeus-Bohrung gilt heute als eine der ersten erfolgreichen Bohrungen nach Erdöl weltweit. Bereits 200 Jahre zuvor hatten Bauern dort ölhaltigem Sand aus sogenannten „Theerkuhlen“ geschaufelt und das daraus gewonnene Öl als Schmiermittel verkauft.
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Europa muss Energie-Dilemma endlich lösen
19.05.2022 - Enttäuscht zeigte sich Monika Griefahn, die Sprecherin der „eFuel Alliance“, dass die EU-Kommission weiterhin keinen delegierten Rechtsakt zu den Strombezugskriterien für grünen Wasserstoff und seine Folgeprodukte wie eFuels vorgelegt hat. Im Ringen um eine sichere Energieversorgung begrüßt auch die Alliance den am Mittwoch von der EU-Kommission vorgestellten „RePowerEU“-Plan als Booster für das in Brüssel aktuell diskutierte Fit-for-55 Klimapaket. Griefahn dazu heute „Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier eklatant auseinander.“
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AvD: „Diskussion um Tempolimit ist politischer Popanz“
18.05.2022 - Der Automobilclub von Deutschland (AvD) lehnt weiterhin ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab und fordert alle Akteure und Institutionen auf, nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit „reflexartig dieses hinlänglich diskutierte Thema aus der Versenkung zu holen“. Das Potenzial für CO2-Einsparungen durch Tempo 130 schätze die Stiftung Agora Verkehrswende auf maximal zwei Millionen Tonnen pro Jahr. Angesichts der jährlichen bundesdeutschen CO2-Gesamtemission von rund 762 Millionen Tonnen würde bei einer Geschwindigkietsbegrenzung auf 130 km/h der CO2-Ausstoß lediglich um 0,26 Prozent sinken, rechnet der AvD vor.
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Ford befürwortet Verbrenner-Aus
17.05.2022 - Ford befürwortet, dass ab 2035 in Europa nur noch Elektroautos verkauft werden. Der Fahrzeughersteller hat sich einer entsprechenden Petition von 27 weiteren Unternehmen angeschlossen. Sie fordern von der EU klare Ziele für den Ausbau der Ladeinfrastruktur, eindeutige Rechtsvorschriften und verbindliche Fahrzeugstandards. Das schließt auch Lieferwagen ein. Nur so läßt sich nach Einschätzung der Unterzeichner das Ziel von null Emissionen bis 2050 erreichen. Die Europäische Union wird im Juni über den zukünftigen Weg bei neuen Fahrzeugen beraten. Ein Beschluss der Mitgliedsstaaten über den vollständigen Wechsel auf Elektromobilität könnte im Herbst gefasst werden. (aum)
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Drei von vier Deutschen nutzen täglich das Auto
16.05.2022 - „Trotz des aktuellen Absatzbooms bei Elektrofahrzeugen gibt es in der Bevölkerung immer noch viele Vorbehalte gegen die Elektromobilität.“ So fasste heute Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, wesentliche Ergebnisse der „TÜV Mobility Studie 2022“ zusammen. Gut jeder vierte Bundesbürger könne sich zwar vorstellen, als nächstes Fahrzeug ein Elektroauto anzuschaffen (26 Prozent), aber 52 Prozent hielten den Kauf eines E-Auto für unwahrscheinlich.
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Umweltminister als Elefanten im Porzellanladen
16.05.2022 - Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Die Grünen) und die Umweltministerkonferenz am Freitag waren sich einig. Sie wollen den Einsatz von Biosprit aus Pflanzen per Gesetz begrenzen. Allein in Deutschland würden 2,4 Millionen Tonnen Futter- und Lebensmittel eingesetzt, um Bioethanol als Kraftstoffbeimischung zu produzieren. Das müsse enden. „Teller statt Tank" laute deswegen die Parole. Und der Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) verweist stolz darauf, dass die Minister nun endlich seine Forderungen aufgreifen. Doch nun entsteht ein Interessenkonflikt.
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Mobilität: Keine einseitige Ausrichtung auf E-Autos
11.05.2022 - „Nur allein mit Elektromobilität werden wir dem Klimaschutz nicht gerecht“, sagte Ralf Diemer, Geschäftsführer der eFuel-Alliance, einer Interessengemeinschaft, die sich für die industrielle Produktion von synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien einsetzt. Auch künftig werden sich nicht alle Menschen ein Elektroauto leisten können oder wollen, meint Diemer. Außerdem zeige der Ukraine-Krieg, dass die Fixierung auf eine einzige Option zu gefährlichen Abhängigkeiten führen könne, wenn das Wirtschaftssystem ins Wanken gerät.
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 Wortklauberei (27): Aus Dreck wird Gold
01.05.2022 - Verschmutzungsrechte und Emissionshandel – Wir sind Greepeace in diesem Fall dankbar. Der Umweltdienstleister erklärt uns im Internet: „Ein wichtiges Instrument im Rahmen des Kyoto-Abkommens ist der Handel mit Verschmutzungsrechten, genauer gesagt mit Berechtigungen zu Treibhausgasemissionen, kurz: der Emissionshandel…Der Staat verteilt…an alle Kraftwerksbetreiber und an die stromintensiven Unternehmen eine festgelegte Menge an Emissionszertifikaten oder versteigert die Zertifikate an sie.“ Klingt nach einem Plan für die Großen, wenn nicht ein neuer Begriff dazugekommen wäre: die Treibhausgasminderungsquote oder kurz THG-Quote.
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Kommentar: Etikettenschwindel
28.04.2022 - Der alte CDU-Bundeswirtschaftsminister hat uns den Energiekostenvergleich auf den Tanksäulen verpasst. Wir alle sollten lernen, was es fürs eigene Portemonnaie bedeutet, beim Tank nicht immer wieder auf den gelben Aufkleber starren zu müssen. Der behauptet mit Datum vom März 2022 heute noch, nur Erdgas sei so kostengünstig wie der Elektroantrieb. So schnell können sich die Dinge ändern und aus dem schon ursprünglich fragwürdigen pädagogischen Ansatz zur Autofahrererziehung wird ein energiepolitischer Unsinn.
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