Deutscher Pkw-Markt: Elektroanteil klettert auf 44 Prozent
Neben den batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) mit ihrem außergewöhnlichen Zuwachs entwickelten sich Plug-in-Hybride deutlich verhaltener: 25.406 Fahrzeuge bedeuteten ein Plus von sechs Prozent und einen Marktanteil von zwölf Prozent. Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Pkw blieben ohne Neuzulassung. Gleichzeitig verloren konventionelle Antriebe spürbar: Benziner sackten um 37,9 Prozent auf 35.536 Fahrzeuge ab, Diesel um 17,3 Prozent auf 22.516 Einheiten. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw ging um 18 Prozent auf 86,0 g/km zurück.
Wachstumsimpulse kamen vor allem von Privatkunden. Ihre Registrierungen stiegen laut KBA um 16,9 Prozent, womit der private Anteil am Gesamtmarkt auf 40,5 Prozent kletterte und damit erstmals seit 2020 wieder die 40-Prozent-Marke überschritt. Dagegen sanken die Zulassungen gewerblicher Halter um 5,3 Prozent. Nach acht Monaten liegt der Gesamtmarkt mit 1,97 Millionen Pkw um 4,8 Prozent über dem Vorjahr, bleibt jedoch rund 21 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die Nachfrage nach rein elektrischen Fahrzeugen bei deutschen Herstellern entwickelt sich ebenfalls dynamisch. Die inländischen Auftragseingänge für BEV lagen im August 62 Prozent über dem Vorjahreswert, von Januar bis August ergab sich ein Plus von 64 Prozent.
Dem Zulassungsaufschwung steht allerdings eine schwächere industrielle Entwicklung gegenüber.
Laut VDA liefen im August 229.900 Pkw vom Band, vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang hängt teilweise mit stärker in den August fallenden Werksferien zusammen. Seit Jahresbeginn sank die Fertigung auf 2,65 Millionen Fahrzeuge, ebenfalls um vier Prozent. Der Export fiel im August um zwölf Prozent auf 168.300 Pkw, kumuliert ging er um fünf Prozent auf zwei Millionen Einheiten zurück. Produktion und Ausfuhr liegen damit weiter klar hinter dem Niveau vor der Pandemie. (aum)
Veröffentlicht am 03.09.2026
Unternehmen & MenschenUnternehmenKBAVDAMarkt & StatistikZulassungenAugust 2026

