2026-07-01 12:27:00 Automobile

Die Spritpreise sprangen schon vorher nach oben

Carzoom.de
Fotos: ADAC via Autoren-Union Mobilität

Die Mineralölunternehmen haben das Ende des Tankrabatts zum 1. Juli vorweggenommen und die Kraftstoffpreise bereits am Vortag kräftig erhöht. Wie der ADAC mitteilt, kostete Super E10 am 30. Juni, dem letzten Tag des Tankrabatts, im bundesweiten Mittel 1,923 Euro je Liter – das waren 6,2 Cent mehr als am Vortag. Noch deutlicher ist der Dieselpreis nach oben gesprungen: Für einen Liter mussten Autofahrer gestern im Schnitt 1,859 Euro bezahlen und damit 7,5 Cent mehr als am Vortag zuvor. Vor dem Hintergrund des seit Tagen insgesamt stabilen Rohölpreises und des aus seiner Sicht schon seit langem zu hohem Preisniveaus an den Zapfsäulen, kritisiert der Automobilclub die Entwicklung scharf.

Auch im Vergleich mit den Kraftstoffpreisen der Vorwoche zeige sich, wie stark die Ölkonzerne die Preise anheben – trotz unveränderter Rahmenbedingungen insbesondere beim Ölpreis und dem Wechselkurs von Euro zum US-Dollar. Danach ist der Preis für Super E10 binnen Wochenfrist um 10,6 Cent auf im Schnitt 1,923 Euro gestiegen. Diesel verteuerte sich seit der Vorwoche um 12,8 Cent auf 1,859 Euro.

Betrachtet man die Durchschnittpreise im Juni, ist Kraftstoff im Vergleich zum Mai aber spürbar günstiger geworden. So kostete Super E10 im Monatsmittel 11,3 Cent weniger als im Vormonat. Diesel war im Juni sogar im Schnitt 17,3 Cent billiger als im Mai. Der Rückgang der Spritpreise geht in erster Linie auf das Konto des gesunkenen Rohölpreises. Er fiel von knapp unter 100 US-Dollar zum Monatsanfang auf etwa 73 US-Dollar am 30. Juni. Im Mai hatte Brent-Öl häufig deutlich über der Marke von 100 US-Dollar notiert, erläutert der ADAC. (aum)

Veröffentlicht am 01.07.2026

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