Diesel geht durch die Decke
Wie der ADAC meldet, kostet der Liter Super E10 derzeit im bundesweiten Mittel 2,188 Euro, vor einer Woche lag der Preis noch bei 2,107 Euro. Für Diesel müssen Autofahrer aktuell 2,447 Euro (Vorwoche: 2,316 Euro) bezahlen – so viel wie noch nie.
„Das bisherige Allzeithoch nach Beginn des Ukraine-Kriegs wurde mit Einführung des Österreich-Modells überschritten und im Laufe der vergangenen Woche an jedem Tag ein Stück weiter nach oben geschraubt. Das zeigt auch, dass das Österreich-Modell dazu geführt hat, dass die Dieselpreise jeden Tag um 12 Uhr mittags stärker gestiegen sind, als sie in den darauffolgenden 24 Stunden wieder gesunken sind. Auch der Preis von Super E10 hat an fast allen Tagen im Vergleich zum Vortag spürbar zugelegt“, erläutert der ADAC.
Nach Einschätzung des Automobilclubs kann die neue Preisregelung zwar möglicherweise für etwas mehr Planbarkeit bei den Verbrauchern sorgen, dies wird allerdings durch insgesamt steigende Preise und ein höheres Preisniveau teuer erkauft. Die Regelung wirke somit kontraproduktiv.
Nach der Verkündung eines zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran ist der Ölpreis zeitweise um gut 15 Prozent auf aktuell etwa 95 US-Dollar gesunken. Dies müsse nun von der Mineralölindustrie zügig an die Verbraucher weitergegeben werden, meint der ADAC. Seit Anfang Januar ist Benzin rund 50 Cent und Diesel etwa 70 Cent teurer geworden. (aum)
Veröffentlicht am 08.04.2026

