Im Rückspiegel: Opel und Eisenach waren schon früh verbunden
Eine weitere Gemeinsamkeit, die den traditionsreichen Automobilstandort in Thüringen und Opel in Rüsselsheim früh verbindet: Das ehemalige Eisenacher Automobilwerk und Opel zählen in Deutschland zu den Pionieren unter den Kraftfahrzeugherstellern. In beiden Unternehmen entstanden die ersten Motorwagen bereits Ende der 1890er Jahre. Insofern war das direkte Engagement der Rüsselsheimer in Thüringen im Jahr der Wiedervereinigung 1990 nur konsequent.
Im März 1990 wurde die Opel-AWE-Planungs-Gesellschaft zur Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen dem damaligen Automobilwerk Eisenach (AWE) und Opel gegründet. Nur zwei Tage nach der offiziellen staatlichen Wiedervereinigung rollte am 5. Oktober 1990 der erste Opel Vectra in einer AWE-Werkshalle vom Band. Vier Monate später, am 7. Februar 1991, wird dann der Grundstein für die neue Fabrik gelegt. So entstand das erste nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern gegründete Automobilwerk. Im Laufe der Jahrzehnte verließen Bestseller wie der Corsa und der Astra die Eisenacher Produktionshallen, die kontinuierlich weiterentwickelt wurden.
Das Werk Eisenach durchlief mit Investitionen von 130 Millionen Euro vor dem Start des neuen Grandland die bisher größte Transformation seiner Geschichte. Dank der jüngsten Modernisierung und Weiterentwicklung können unterschiedlichste Antriebsenergien parallel realisiert und auf einer gemeinsamen Linie produziert werden. (aum)
Veröffentlicht am 04.02.2026














