Im Rückspiegel: Citroën lässt die Ente krähen
Zwar erreichte die französische Nationalmannschaft nach Siegen unter anderem gegen Italien und Brasilien das Halbfinale, schied dort jedoch am 25. Juni 1986 gegen die Bundesrepublik Deutschland aus. Dennoch überzeugte das Design so sehr, dass Citroën entschied, den 2CV Cocorico Anfang Oktober 1986 in einer streng limitierten Auflage von 1000 Fahrzeugen ausschließlich in Frankreich auf den Markt zu bringen. Dabei wurde das ursprüngliche Konzept bewusst weiterentwickelt: Offensichtliche Fußballbezüge verschwanden zugunsten eines zeitlosen Designs, das die französischen Nationalfarben und die Identität des Landes in den Mittelpunkt stellte.
Basis war eine Karosserie in Blanc Meije, ergänzt durch einen großflächigen Farbverlauf in Blau, Weiß und Rot auf den Fahrzeugseiten. Für zusätzliche Akzente sorgten rote hintere Kotflügel in Rouge Vallelunga sowie seitliche Luftleitbleche an der Motorhaube in Bleu Cocorico. Weiße Stoffdachbespannung, passende Räder, Edelstahl-Radkappen der Dyane 6 sowie rote „2CV Cocorico“-Schriftzüge rundeten den besonderen Auftritt ab. Im Innenraum setzte Citroën auf Sitzbezüge in Tep Jean Bleu Sodalite.
Technisch basierte der Cocorico auf dem 2CV 6 Spécial, dem damaligen Einstiegsmodell. Angetrieben wurde er von einem luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor mit 602 Kubikzentimetern Hubraum und 29 PS, die es mit weniger als 600 Kilogramm Leergewicht aufnehmen mussten. Die limitierte Serie wurde bis März 1987 in Frankreich angeboten. Während der Verkaufserfolg seinerzeit eher verhalten ausfiel, entwickelte sich der 2CV Cocorico in den folgenden Jahrzehnten, gerade aufgrund der geringen Stückzahl und der außergewöhnlichen Gestaltung, zu einer der gesuchtesten Exemplare der legendären Ente. (aum)
Veröffentlicht am 08.07.2026




