Rund 42,3 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen
Mit Ausnahme der von Reisebeschränkungen und Beherbergungsverboten geprägten Corona-Jahre 2020 und 2021 ist die Zahl der Campingübernachtungen in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen, stellen die Statistiker fest. Zum Vergleich: Die Übernachtungszahlen über alle Beherbergungsbetriebe hinweg – also etwa auch in Hotels und Pensionen – haben das Niveau vor der Corona-Pandemie noch nicht wieder erreicht. Sie lagen 2024 noch um 1,7 Prozent unter denen des Jahres 2019.
Reisegebiete an der See und im Süden sind bei Campern am beliebtesten. Mit knapp 3,5 Millionen Übernachtungen von in- wie ausländischen Gästen zog es die meisten von ihnen im vergangenen Jahr an die schleswig-holsteinische Ostsee. Dahinter folgten der Schwarzwald (2,6 Millionen), die niedersächsische Nordseeküste (1,9 Millionen), das Allgäu (1,8 Millionen) sowie die Region Bodensee-Oberschwaben (1,7 Millionen).
Campinggäste aus dem Ausland zieht es vor allem in den Südwesten Deutschlands. Sie verbrachten die meisten Nächte im Schwarzwald (736.000), gefolgt von den Regionen Mosel-Saar (395.000), der rheinland-pfälzischen Eifel (248.000), Bodensee-Oberschwaben (230.000) und Allgäu (158.000). Ein Grund dürfte neben vergleichsweise mildem Klima auch die grenznahe Lage dieser Regionen zu Nachbarländern wie etwa Frankreich, Luxemburg oder den Niederlanden sein, in denen Camping besonders verbreitet ist, so Destatis.
Die Preise für Übernachtungen auf einem Wohnmobilstellplatz sind im vergangenen Jahr um durchschnittlich neun Prozent gestiegen. Etwas moderater fiel der Preisanstieg bei der Campingplatzgebühr mit 6,6 Prozent aus. Zum Vergleich: Über alle Formen von Unterkünften hinweg haben sich Übernachtungen insgesamt um 7,5 Prozent verteuert, die Inflationsrate lag im vergangenen Jahr bei 5,9 Prozent. (aum)
Veröffentlicht am 22.04.2025

