Skoda legt Spannung nach
Beim Kürzel RS denkt man zunächst an Leistung, weniger an Ladepausen. Im Skoda Kodiaq gehört nun beides zusammen: Das große SUV ist ab sofort auch als RS mit Plug-in-Hybrid bestellbar. Mit 272 PS Systemleistung setzt sich die neue Variante zumindest in dieser Disziplin an die Spitze der Baureihe. Gleichzeitig erweitert Skoda das Hybridangebot dort, wo es weniger um sportliche Attribute als um den automobilen Alltag geht: beim Octavia und bei den Basismotorisierungen von Kodiaq und Superb.
Im Kodiaq RS arbeiten ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 177 PS und ein 85 kW starker Elektromotor zusammen. Gemeinsam liefern sie 272 PS (200 kW) und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern. Damit überbietet der Teilzeitstromer den bekannten RS mit 265 PS starkem Zweiliter-Benziner um sieben PS. Somit ist kein anderes Modell der Marke mit Verbrennungsmotor leistungsstärker.
Gegenüber dem bisherigen Kodiaq Plug-in-Hybrid mit 204 PS legt die RS-Ausführung um 68 PS und 50 Newtonmeter zu. Dafür sorgen ein überarbeiteter Benziner und eine angepasste Steuerungssoftware. Die Batterie hat eine Bruttokapazität von 25,7 kWh; als rein elektrische Reichweite nennt der Hersteller 109 Kilometer.
Die Fahrleistungen passen zum sportlichen Anspruch, ohne das große SUV zum Sprinter zu erklären: Nach Werksangabe geht es in 7,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, maximal sind 215 km/h möglich. Bis zu 1.800 Kilogramm darf der Plug-in-RS an den Haken nehmen. Zum Grundpreis von 62.800 Euro gehören unter anderem Matrix-LED-Scheinwerfer, das adaptive Fahrwerk DCC Plus und eine Progressivlenkung zur Serienausstattung.
Octavia: Zum ersten Mal auch als Vollhybrid
Einen anderen Weg schlägt der Octavia ein. Sein neuer Vollhybridantrieb kommt ohne externes Laden aus und kombiniert einen 1,5-Liter-TSI mit zwei Elektromotoren. Die kleinere E-Maschine übernimmt vor allem die Arbeit als Generator und startet den Benziner. Die größere treibt die Vorderräder an und gewinnt beim Verzögern Energie zurück.
Je nach Fahrsituation sortiert das System die Aufgaben neu. Es kann rein elektrisch fahren oder im seriellen Hybridbetrieb den Benziner zur Stromerzeugung nutzen, während der elektrische Antriebsmotor die Räder bewegt. Im parallelen Betrieb wird der Verbrenner über eine automatische Kupplung mechanisch mit der Vorderachse verbunden. Zum Antriebsstrang gehört ein Ein-Gang-Automatikgetriebe.
Zur Wahl stehen 136 PS (100 kW) und 170 PS (125 kW) Systemleistung. In der schwächeren Ausführung arbeitet ein Benziner mit 130 PS, in der stärkeren einer mit 150 PS. Die beiden Elektromotoren sind jeweils identisch. Bei Tempo 180 greift in beiden Varianten die elektronische Begrenzung ein. Die Hybridbatterie sitzt unter der Rückbank und speichert brutto 1,6 kWh. Das System hält ihren Ladezustand automatisch zwischen 40 und 90 Prozent. Der Benzintank fasst 40 Liter.
Als Limousine startet der Octavia Hybrid mit 136 PS bei 37.120 Euro, der Combi kostet mindestens 37.820 Euro. Für die 170-PS-Version werden 40.420 beziehungsweise 41.120 Euro fällig. Angeboten wird der Vollhybrid in den Ausstattungslinien Selection und Sportline sowie als Sondermodell 30 Jahre und Sportline 30 Jahre.
Mehr Leistung auch an der Basis
Kodiaq und Superb bekommen außerdem einen überarbeiteten Einstiegsbenziner mit Mildhybridtechnik. Der 1,5-Liter-TSI leistet nun 160 PS (118 kW), das sind zehn PS mehr als bisher. Laut Skoda erfüllt das Aggregat bereits die kommende Euro-7-Abgasnorm. Beim Kodiaq ist der Motor ab 44.710 Euro in den Ausstattungslinien Selection und Sportline bestellbar. Der Superb beginnt mit dieser Motorisierung bei 41.540 Euro. Für die Limousine und den Combi stehen die Ausstattungsvarianten Essence, Selection, Sportline und L&K zur Wahl.
Damit reicht Skodas jüngster Hybridnachschlag vom elektrisch unterstützten Einstiegsbenziner über den Vollhybrid ohne Steckdose bis hin zum RS mit Ladekabel. Am Ende entscheidet hier nicht mehr nur die bloße Leistung auf dem Papier – entscheidend ist vielmehr, welche Rolle der E-Antrieb im ganz persönlichen Alltag spielen soll. (aum)
Veröffentlicht am 27.10.2026
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