Temporausch, Golf und Unimog im SWR
Als erster Mensch beschleunigt der belgische Autokonstrukteur Camille Jenatzy 1899 sein Fahrzeug auf mehr als 100 km/h. Schon bald reift die Rekordsucht zum Wettstreit unter den Nationen und zum Duell zwischen bekannten Automarken. Der Brite Malcolm Campbell erreicht 1935 bereits 484 km/h in einem Auto mit Radantrieb. Drei Jahre später wetteifern Mercedes und die Auto-Union um den Geschwindigkeitsrekord auf einer öffentlichen Straße. Bei dem Versuch, die von Rudolf Caracciola gesetzte Marke von 432 km/h zu überbieten, verunglückt Bernd Rosemeyer tödlich. In „Im Temporausch“ kommen Zeitzeugen, Angehörige und Historiker zu Wort, sprechen über Ursachen der Besessenheit auf der Jagd nach der schnellsten Fahrt. Berichte, Dokumente und Zeitzeugnisse aus dem Jahre 1938 werfen dabei auch ein neues Licht auf den Unfalltod von Rosemeyer. (ampnet/jri)
Veröffentlicht am 20.05.2021
