2026-06-08 16:26:00 Automobile

Opel baut nächste Astra-Generation in Rüsselsheim

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Fotos: Stellantis via Autoren-Union Mobilität

Opel wird die nächste Generation des Astra erneut in Rüsselsheim entwerfen, entwickeln und bauen. Das kündigte das Unternehmen jetzt an. „Wir sichern damit die Zukunft unseres Stammwerks“, kommentierte Opel-CEO Florian Huettl die „gute Nachricht“ bei einer Online-Medienrunde. Er wird auf der neuen Stellantis-Plattform „STLA One“ aufbauen und voraussichtlich zum Ende der Dekade auf den Markt rollen.

Für Huettl ist die Entscheidung auch das Ergebnis gemeinsamer Arbeit. „Das war eine echte Teamarbeit, die wir zusammen geleistet haben und deshalb ist das für uns heute ein großer Tag.“ Der Opel-Chef versteht die Vergabe nach Rüsselsheim zugleich als Beispiel dafür, was in Deutschland möglich ist, wenn Unternehmen, Belegschaft und Sozialpartner gemeinsam handeln.

Gleichzeitig kündigte der Opel-Chef bis 2030 mindestens vier neue Modelle an. Neben dem Astra-Nachfolger zählen dazu die nächste Generation des Corsa, ein neues SUV im C-Segment in Zusammenarbeit mit Leapmotor sowie weitere Investitionen in bestehende Baureihen. Der Hersteller verbindet seine Erneuerung damit eng mit dem Bekenntnis zum Heimatstandort.

Auch aus Sicht des Mutterkonzerns ist das Projekt von Bedeutung. „Die Investition in die Produktion der nächsten Astra-Generation in Rüsselsheim unterstreicht den Fokus von Stellantis auf Deutschland sowie die Bedeutung von Opel“, erklärt Emanuele Cappellano, COO von Stellantis Enlarged Europe. Das C-Segment sei mit rund 30 Prozent Anteil am europäischen Pkw-Absatz ein wichtiger Markt für den Konzern.

Die Ankündigung fällt in eine Phase der Neuordnung innerhalb des Stellantis-Konzerns. In der neuen „Fastlane“-Strategie wird zwischen globalen und regionalen Marken unterschieden. Peugeot, Fiat, Jeep und Ram gelten künftig als globale Kernmarken. Opel gehört zusammen mit Citroën, Chrysler, Dodge und Alfa Romeo zu den regional positionierten Marken. Entsprechend fließen rund 70 Prozent der insgesamt 60 Milliarden Euro Investitionen an die vier globalen Zugpferde, der Rest verteilt sich auf die übrigen Konzernmarken.

Huettl sieht darin keinen Rückschritt. „Opel war seit seiner Gründung vor 127 Jahren noch nie eine globale Marke, sondern immer auf Europa zentriert.“ 85 Prozent des Geschäfts fänden auf dem Kontinent statt. Daraus leitet er ein bewusst geschärftes Selbstverständnis ab: „Opel ist und bleibt eine deutsche und europäische Marke.“

Parallel investiert der Konzern weiter in den Standort Rüsselsheim. Mit dem grEEn-campus entsteht in Rüsselsheim eine neue Zentrale für Opel und Stellantis Germany. Geplant sind moderne Arbeitsplätze, nachhaltige Baustoffe, ein Gründach mit Photovoltaik und Geothermie für die Gebäudekühlung. Insgesamt investieren Opel und Stellantis bis 2030 mehr als eine Milliarde Euro in Deutschland.

Neben dem Astra bleibt auch der Corsa für Opel unverzichtbar. Die kommende Generation soll ebenfalls auf einer neuen Architektur basieren und Elektromobilität breiter zugänglich machen. Hinzu kommt ein neues C-SUV, das mit Leapmotor entwickelt, in Rüsselsheim gestaltet und ab 2028 in Saragossa gebaut werden soll. (aum)

Veröffentlicht am 08.06.2026

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